Senin, 31 Maret 2008

Montag den 31.03.2008 verzeichnen wir den 41. Tag der Reise und den 4. Tag in Georgien

Von 22 - 2 Uhr schlaf ich durch. Die nächsten 4 Stunden nur dösen zu Techno aus dem Radio.

Seit SAFRANBOLO ist mein Kurzwellen-Empfänger in Folge von Umräumen meiner Sachen durch Marcel (?) weg. Da ich als letzter kam bekam ich (trotz gleicher Bezahlung) kein Bett mehr und das was andere auf Ihrem Bett liegen lassen dürfen störte bei mir. So wanderte es gemischt mit Sachen des Hauseigentümers in den Coachkasten. Die Coach wurde zusammengeklappt und ich wurde meiner Ruhestätte beraubt. Im Gegensatz zu allen anderen. Beim Ausräumen später traute ich mich dann natürlich nicht, die Sachen des Eigentümers genau zu durchsuchen. Seitdem herrscht Eiszeit zwichen Marcel und mir. Später hatte ich den Eigentümer ohne eine Antwort zu erhalten angeschrieben.

Die Polizei kommt um mich zu verabschieden. Wie schon mal woanders auf meinen Reisen gelingt es auch hier nicht Kontakt mit dem SOS Kinderdorf aufzunehmen. Am Security-Mann ist nie vorbeizukommen. Als Deutscher fand ich -schon mal vor Ort - es interessant einen Situationsbericht in meinen Blog aufzunehmen, denn es werden vor allem Spendengelder aus dem deutschspachigen Raum verwendet worden sein. Auch von mener Mutter. Auf der Webseite der SOS Kinderdörfer ist dieses Dorf nicht eingetragen..

Nach 9,29 km (incl des 500 m Abstecher zum Kinderdorf + zurück) überqueren wir heute den riv TCHISHURA und nehmen das 2. Frühstück im Restaurant CHISHURA ein. Die Frage ob es etwas zu Essen gibt und was es kostet wird nicht verstanden. Also drück ich dem Wirt 1 Lari in die Hand und zeige in der Vitrine auf Auberginenzubereitung und 2 Salate. Bis hierher waren es 81 Höhenmeter bis auf 241 m hoch mit 2 % Durchschnittssteigung und 7 % maximaler Steigung. Dafür brauchte ich 28 Minuten 10 Sekunden mit einem Durchschnitt von 19,8 km/h (48,5 Max)

9 Uhr gehts weiter! NAch 20,67 km und 25 km werden nacheinander die Flüße DZEVRULA und CHOLABURI überquert. Bei km 26,4 ist Mensch weniger Gastfreundlich: Während im letzten Lokal ein halber Liter Zuckerlimo inklusive war kostet diese hier 1 Lari - so viel wie ein kleiner Teller kaltes Essen, das dann aber wenigstens warm gemacht wird. Als sich der Teller Lebergeschnetzeltes als Innereienallerlei teils ungenießbare Labberart entpuppt (mir wird jetzt beim abtippen noch spei übel..) komm ich wenigstens um eine Bezahlung dessen herum. Ich darf einfach 2 Snacks, die ich stattdessen mitnehme normal bezahlen.

In ZESTAFONI geht es unter der Eisenbahn durch und gleich wieder links, der Bahnlinie folgend. Dicke Platcher fallen. Doch es reicht leider nicht für einen See auf meinem Prasseli. Der Sturm brachte heir also nur 10 Minuten Regen. in 3 Versuchen.

Mangels Wegweiser versuche ich den Weg in Erfahrung zu bringen. Doch da ist mal wieder ein Fehler im Tourplan: BORITI statt GORITI (das verständlicher weise niemand kennt..) Auch die Übersetzung von Haferflocken entpuppt sich als falsch. Ich wunderte mich schon das das Wort wie "Flughafen" klang.. Die ganze Zeit wollte ich also einen Flughafen im Lebensmittelladen käuflich erwerben.. In der Videothek mit Internetabschluß (für die richtige Übersetzung) hängt eine Karte von 1950. Die Nebenstrecke nach BORITI gibt es nicht mehr. Ohnehin ist alles - na gut vieles - im desolaten Zustand. Viele halbfertige oder leere Gebäude aus Zeiten der Planwirtschaft. Ein 17 jähriger spricht etwas english und plötzlich sehe ich das gesuchte in Form von Müsli!

15 - 16 Uhr Mitagspause nachdem bei km 44,5 der riv DZIRULA überquert wurde. Auch hier sollen Getränke 1 Lari kosten. Ich bestell pommes (selbst gemacht!) zu 2 Lari + etwas Käse zu 50 cent. Doch dazu erhalte ich ein Glas Wein (süß!) und genau die Brause die ich mir wünschte ohne es auszusprechen.. "Flügge Fahrzeugteile" fährt vor und spendiert noch ein Glas einer anderen Weinsorte. Statt 2,50 werden 3 Lari verlangt, doch ich komme mit 2 davon im Ausgleich für einen Lari Wechselgeld die eine Wirtin in ZESTAFONI (aus versehen wohl) prellte.

Vor einer pinken Bushaltestelle stehen 2 Einheimiche. Ich halte für ein Foto. Die ältere kommt auf mich zu. Dadurch ist die vorausgegangene authentische Situation zerstört. Ich krieg sie zwar durch Vormachen wieder dazu die vorige Position einzunehmen, doch dann tauchen 2 Männer auf, die alles zerstören: "No Photo". Dazu springt auch noch die Kette ab durch das fürs Foto nötige rangieren.

In einem Teilabschnitt hängen Kerzenartige Süßigkeiten überall zum Kauf herum. Oder sind es Kerzen? Näheres ist absolut unrauskriegbar. Kauende Bewegungen helfen nicht die Verkäufer/innen zu einer klarstellenden Reaktion zu animieren. Das zeigen von Sesamkringeln für salzig und Honig für süß ebensowenig... (es ist eine Süsigkeit - Haselnüsse mit irgendeiner zähen Masse ummantelt)

Bei km 54,5 und 60,2 queren wir JEWEILS 2 mal kurz hintereinander den DZIRULA. Nach einigen weiteren Flußquerungen ist bei km 75,5 (riv RIKOTULA) der Schlafplatz (bis 10 Zelte) erreicht. Ein wiesenbewachsener Weg (stimmungsmäßig verstärkt Jean Michel Jarres "Waiting for Costeau" die Mystische Stimmung es Orts!) unmittelbar vor Brücke/Tunnel rechts.

4 Stunden 43´19 bin ich unterwegs gewesen - also 7 Stunden 42 Pausen! Durchschnitt 16 Es sind 11 Grad Celsius - 51 km/h maximal - 696 Höhenmeter (Schlafplatz ist auf 474 m also halbe Paßhöhe) 2 % Durchschnittssteigung, 8 % Maximal

20 Uhr 10 Schlafen 22 - 5 Uhr 55 durchgehend!

Zusammen nun ca 23.349 Höhenmeter auf 2.580,57 km

Minggu, 30 Maret 2008

Sonntag 30.03.2008 40 Tag der Tour - 3. Tag in Georgien

9 Uhr 23 los gekommen. Es geht runter durch ein schönes Bachtal. Nochmal 100 m rauf und runter bis nach 18,5 km der RIONE (Fluß) überschritten wird. Die Eisenbahn begleitet nun die Straße durch langweiligere Landschaft.

Nach 20,27 km 2. Frühstück + Aku laden in einem Restaurant. Ich bestell 3 Eier - das heist genauer - ich frage nach dem Preis. 3 Lari (2,76 DM) also im Vergleich mit Halwa (Grundnahrungsmittel) eher ein Luxusartikel. Gemacht werden Sie trotzdem. Mitlerweile mit IZMET (= "ganz nett") angefreundet gehen auch 2 Lari! (1,78 DM). Dafür nehm ich das Omelett! IZMET ntpuppt sich als der Besitzer... Ich fragte auch interessejalber, was eine Nacht in seinem Hotel kostet. Erst hies es es sei ausgebucht. Ich frage nach 2010. Auch ausgebucht! Aha - also geschlossen. IZMET stellt auf Nachfrage (nach 2 gr. Tee, die er spendierte) klar, das es 15 USD oder 20 Lari (17,80 DM) kostet, also 20 % mehr als in der Türkei. Das ist allerdings immer noch 49% preiswerter wie im Westen, wo Traumpreise erzielt werden für alltägliches...! (20 Lari ohne Dusche - mit + 5 USD!)

Ein LKW Fahrer, der uns an der Grenze sah, ist auf dem Rückweg in die Türkei. Er brachte Baustoffe nach Tiflis und spendiert noch einen kleinen Tee. Im Fernsehen läuft immer wieder Werbung für den neusten (klasse) Technohit "GAZUM".

178 Höhenmeter mit 3 % Durschschnittlicher Steigung und 9 % spitzensteigung bislang. 1 Stunde 13´45 unterwegs gewesen also erstaunlicherweise 2 Stunden 40 Minuten mit Reden, Essen und Fotografieren verbracht. Nun spinnt der MC1.0 wieder doch ich kann ihm noch den Durchschnitt von 16,4 und die Maximalgeschwindigkeit von 48 km/h entlocken.

Meine Marmelade ist weg. Der Hund hat das geschlossene in einer Tüte befindliche Glas verschleppt. Obwohl das jemand gesehen hat, sagt er davon erst etwas nach meiner "verzweifelten Suche". Das kapier ich nie wie Gleichgültig die meisten Menschen doch sind. Würde ich so etwas sehen, würde ich sofort etwas sagen oder es verhindern.

Der aufgekommene Sturm wird sicher spätestens morgen Regengüsse bringen.

Nach 31,4 km überqueren wir den riv GUBISTSKALI und 5 km weiter (36,4 Tages-km) die Eisenbahnlinie. 122 m über Meeresspiegel. Bei km 38,89 eine Tankstelle. Dort drehte ich den Spieß mal um und lud einen Einheimichen zum Essen ein. 128 m über Meeresspiegel. Ca bei Tageskm 46,5 kündigen Fahnen ein weiteres Restaurant an, wo das Essen tatsächlich 4 USD oder 5 Lari kostet! Etwas ungewohnt nach den sonst so günstigen Preisen! Ich hab nicht damit gerechnet, das ein Tellerchen Reis so teuer ist! Ich biete 1,36 Lari anund erhalte sie zurück. Ich will schon gehen - doch ich werde von einem türkichen Gast eingeladen.

Als ich ein tor fotografieren will wird darauf bestanden, das ich auch den Besitzer fotografiere. nun soll es noch einen Wein (erst süß dann sauer) geben. Der Gastgeber trinkt das rste Glas selber. Dann schenkt er wieder ein und ein andere kommt mit einem Snack.Auch die Faru des Gastgebers kommt noch. Werden 2 fotografiert ist bald die ganze Nachbarschaft da!

In KUTAISI weiß nicht mal ein Taxifahrer wo die Polizei ist. (dort Nachricht wegen Schlafplatz) So frage ich in einem riesigen Supermarkt. Die Polizei wird gerufen und ich werde zum Gruppenschlafplatz am Stadtrand gebracht (mit rot-Blau-Licht wie gewohnt). Ich darf bei der Fußballnationalmannschaft, die sich fast neben dem SOS-Kinderdorf befindet schlafen. Der Supermarkt stiftete noch einen Joghurt und die Gruppe entschied sich schon am Mittag los zu fahren. Egal, denn in 3 Tagen sind schon wieder 2 Rasttage!

63,83 km in 4´09´03, 15,3 Durchschnitt, 48 Max, 400 Höhenmeter, 2 % Durchschnittssteigung, 9 % max. Steigung

Zusammen nun ca 22.653 Höhenmeter auf 2.505,07 km

Ich gebe eine Runde Raki (der mir selber bei einem Fotostop gespendet wurde..) aus und die Fußballer zeigen ihre Beinbehaarung. Vom rasierten 5 Tage-Bein (="Mädchen") bis "Mann" ist alles dabei. Fast - denn der Security mann toppt mit "Affe".. Dabei sitzt er allerdings gefährlich nahe am Ofen und risciert zum "Mann" zu dekradieren. GENADI besteht darauf, das ich seinen Namen notiere. Doch mir und googel sagt der Name nichts.. Vieleicht kann mich jemand aufklären (holger.halfmann@gmx.de)

Sabtu, 29 Maret 2008

29.03.2008 39. Tag der Reise Samstag 2. Tag in Georgien

Opfer meiner eigenen Ungeschicklichkeit: Erst kipp ich mir beim Versuch das Wasser meiner Radflasche mit Magnesium zu versetzen, das Wasser über (eingepackten) Paß ect. Dann tret ich beim Versuch einen krummen Fisch (Hering) gerade zu biegen in meine eigene Scheiße und verteil es auch noch schön...

10 Uhr 18 Ich starte das einpacken... 12.00 HURRA - ich komm los!

Nach wenigen km ein vom 1.6.-1.10 geöffneter Vergnügungspark mit kleiner Achterbahn. Keine Fotoerlaubnis. Nur Security ist für mich erreichbar. Das Büro sei in Tiflis. Adresse? Nicht rauskriegbar!

Preise in kleinem Laden: 25 g gefüllte Schokolade = 28 Pfennig - 100g Luftschokolade 1,44 DM

An einem unscheinbaren kleinen Fenster frage ich, was das dort neben Bier (schön süffig, wenn auch bitter hinterher) erhältliche Fettgebäck kostet. 4 wird gezeigt - also 3,56 DM. Das ist mir zu viel. Zu Recht, denn gemeint sind 40 cent! Das ganze wird mit bereitstehendem Salz selber bestreut und drinnen findet Mensch würzigen Knoblauch! Gut das ich nicht Butter und Schokocreme ausgepackt habe...

Viele Karren hupen nicht nur, sondern dazu wird aus dem Fenster gewunken. Viele wollen fotografiert werden. Posen extra...

In OZURGETI ist nicht klar, wo es nach CAHATAURI weiter geht. Doch ne Karre fährt kreuz und quer voraus bis zur Ausfallstr! Am Abend erstehe ich noch 2 Eis für umgerechnet zusammen 1,50 DM. Knoblauch gibt es auch hier nicht im Laden - aber die Nachbarin bringt ne Knolle! 3 Lari soll die kosten. Sehr teuer! (oder waren wieder 30 cent gemeint?) Ich zähle also die Zehen und will nur einige für weniger - da krieg ich die ganze Knolle geschenkt!

Halva für 45 Pfennig - viel billiger wie in der Türkei. Kleine salzige Fische (wie Sardellen) kosten 1 Lari a 100 g. Ich will nur ein paar für 20 cent. Die zahle ich auch, krieg aber trotzdem die ganzen 45 g, die schon in der Tüte sind.

Als mich später jemand auf der Straße versucht festzuhalten, suche ich denn doch lieber das Weite ohne seine Worte zu verstehen...

Um einen vollen Rasttag in KUTAISI zu erhalten und dazu einen Tag voraus, macht die Gruppe eine Raserei von 120 - 130 km in kurzer Zeit. Das teile ich lieber in 2 Tagesetappen auf unter Verzicht auf den Rasttag! Ich bin am Abend kurz davor in mein Tagebuch zu notieren "Nachdem der abendliche Vogelgesang verstummt ist kläfft es los. Georgien ist ein verzäuntes und verkläfftes Land" Sobald ich den Boden ebne für mein Zelt kläffen die Kläffer los! Also weiter! Als die Zäune an der Passhöhe (312 m ca) nach CAHATAURI aufhören, finde ich zwar neben der Straße einen Platz für mein Zelt, aber in der Umgebung schallen 15 Hunde - davon einige im Wildrudel! Doch es kläfft dann doch nicht die ganze Nacht wie vermutet... Es wird halt auch hier nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird...

69, 9 km (incl 16 km Umweg) waren es heute in 4 Stunden 17´28 (Durchschnitt 16,2, Max 48, 546 Höhenmeter, 2 % Durchschnittssteigung, 7 % maximal

Zusammen nun ca 22.253 Höhenmeter auf 2.441,24 km

Nachdem ich am MC1.0 gestern mal rechts die beiden kleinen Schräubchen gelöst habe und das Metallplättchen etwas nach unten verschoben habe, clickt die Taste wieder und möglicherweise ist das Problem des MC1.0 damit behoben. Als ich die Tasten aber ausgiebig durchprobiere ist der Fehler wieder da wie zuvor. Aber auch das deutliche Clicken ist wieder weg. Fehlerursache ist also tatsächlich dieses Metallplätchen! Frage an die Techniker: Hatten Sie mit diesen Metallplättchen schon mal Probleme oder wenn nicht: Haben Sie dies als mögliche Fehlerursache schon mal bedacht?

Aktuelle Anmerkung beim abtippen: 70 Minuten habe ich dafür gebraucht -

Nach meiner Rückkehr aus China habe ich diesen Reisebericht 126 mal auf Ebay eingestellt und davon 13 mal verkauft. Das ergibt einen Gewinn von 11,98 € für den (abgesehen von der Arbeit für die Auktionen) mindestens 54 Stunden gearbeitet wurde. Unter dem Strich also ein Stundenlohn von höchstens 22 cent! Zukünftig wird sich das noch nach unten verändern, denn Ebay erwartet, dass diese Reiseberichtsangebote zukünftig GEWERBLICH eingestellt werden sollen. Hätte ich diese 126 Auktionen gewerblich eingestellt hätte dies (für einen Umsatz von 13 €!) 126 € Einstellgebühren gekostet! Zukünftig kann ich also nur noch ganz wenige Auktionen laufen lassen. Daher würde es mich freuen wenn der ein oder andere für meine Arbeit etwas spenden könnte. Kontakt per Mail an holger.halfmann@gmx.de DANKE

Jumat, 28 Maret 2008

NEVER HELP

Freitag 28.03.2008 38. Tag der Reise 32. Tag in der Türkei / 1. Tag in Georgien

Ich suche verzweifelt (nach dem Zähneputzen) Zahnpasta und Bürste, sowie meinen Speichenschlüssel. Nachdem ich alles abgesucht habe, unter die Sessel geschaut habe und schon die Gruppe gefragt habe, finde ich peinlicherweise den Zahnputzkram (nach dem habe ich wenigstens nicht die Gesamtgruppe beim Mapmeeting gefragt..) hinter einer Tüte beim Rad. Und den Speichenschlüssel im falschen Fach..

Das kontrollieren der Ketten sties auch wieder -wie erwartet- auf Kritik: a) ich hätte jeden vorher fragen sollen (dann hätte ich es nicht gemacht, denn aus 10 minuten Zeitaufwand wären dann mindestens 2 Stunden geworden, zudem ich zur Kettenkontrolle NICHTS zerlegen muß) b) Monika will es (aufgrund Ihrer Unerfahrenheit und Antipathie gegen mich) GENERELL nicht. Ich erkläre daraufhin, es nicht mehr zu machen, wer den Service will muß sich ab jetzt persönlich an mich wenden. Wer nicht will, der hat gewollt! Ich werde NICHTS mehr für die Gesamtgruppe tun. Wieder bestätigt sich meine Lebenserfahrung: NEVER HELP!

Sigitas warnt die Gruppe vor hoher Diebstahlgefahr ab der georgichen Grenze, die 1 Stunde vor uns liegt. 9 Uhr Abfahrt als Gruppe. 9 Uhr öffnet auch BIM - keine Sekunde früher - eher später- trotz riesiger Menschentraube! Meine letzten Liramünzen verwandel ich in 1,5 kg Joghurt und 800g Kirschmarmelade. Zum Glück bin ich nicht der einzige aus der Gruppe der da noch schnell einkauft... So gelingt es noch den Einkauf ins Fahrerhausdes Begleitfahrzeugs zu geben und aufzuschließen. Einige sind aber auch heute wieder einzeln unterwegs. An der Grenze treffen wir uns doch.

Ich beginne meinen Joghurt zuzubereiten und zu verteilen (mag kaum einer), als eine geschickte weibliche Teilnehmerin mein Marmeladenglas umstöst...
Ausreisestempel bei mir, Mark und Simon kein Problem. Aber bei den Polen und Sigitas. 1 Tag zu lange in der Türkei! 25 € kein Pardon! Ich bin dann der einzige, der Sigitas nachvollziehbare bitte ZUSAMMEN die Grenze zu passieren (und damit sicher zu stellen, das unser Begleitfahrzeug auch durch kommt) nachkommt. Das Mark voraus fährt ist noch nachvollziehbar, denn er will 2 (?) Landsleute in BATUM abholen.

Als ich - 2 kg Müsli verdrückt - im Sitzen gedöst und unsere 2-seitige Tourbeschreibung von heute gelesen habe, beginne ich einzupacken. Während ich meine Zuckerdose verstaue wirft irgendwer meinen Joghurtbecher mit 100 g Rest Müsli und meinem Löffel in den Bach. Ich suche freilich erstmal im Müll bis ich den Becher im Wasser entdecke, während ich den Wachposten fragend gestikulierend im Blick habe. Er ficht -nasse Füße riskierend- meinen Becher heraus. Dabei läuft er voll Wasser. Das Müsli geht - bis auf 2 abwaschbare Rosinen - verloren, aber der Löffel ist gerettet! Dann will ich wieder in die Türkei einreisen als der Rest der Gruppe endlich kommt...

Für das Begleitfahrzeug gibt es nur 10 Tage Transit kostenfrei. Wir bleiben aber 11 Tage! Also etweder müssen auch die anderen 1 Tag Zelt und Schlafsack auf dem Rad transportieren oder die Benzinschleuder muß ein und wieder ausreisen. (letzteres passiert)
Nach der georgischen Grenze gibt es geadeaus ein Klo. Dann sehen wir Joachim außerhalb der Zollstation. Also hin. Doch es war nur er Also zusammen wieder rein... Bei der Torismusinfo wird english gesprochen und ich kann so bereits die Übersetzung der wichtigsten Worte erlangen. Andere haben kein Interesse daran - zumindest nicht soweit, das sie es abschreiben.

Georgien hat uns mit ebenso schöner Landschaft empfangen, wie uns die Türkei verabschiedet hat.

Geldwechsel in BATUM (1 € = 2,30 - 2,313) Ich rechne falsch: 40 € = 92,52 krieg ich raus statt richtiger weise 93,24 georgicher Währung. So krieg ich in meinem Kopf ob nur erhaltenen 92,50 noch 2 cent aber es fehlen in Wirklichkeit noch 72 cent! Mal sehen ob ich die irgendwo zurückorganisieren kann.. Türkische Lira können nur im türkischen Viertel gewechselt werden (Khulstr/Z.Gamsa Khurdia.Str beim Hafen) Ich versuche es. Verstehe 10 Lira = 10 Lari - hatte mit 13 gerechnet. So suche ich erst eine 2. Wechselmöglichkeit um einen Vergleich zu haben. Doch die finde ich nicht. Ich frage also bei der ersten ob 10,5 geht. Nach mehreren versuchen klappt es. Am Abend stelle ich dannfest, das ich meine 10 Lira immer noch habe - also offenbar 10 Lari in 10,5 Lari gewechselt habe.. Somit fehlen mir nur noch 0,22 Lari und ich kann es in Tiflis nochmal versuchen...

Der Botanische Garten der Stadt (mit 111 Hektar einer der größten der UDSSR), der 9 km vor der Stadt sein soll ist nicht findbar. Den Vergnügungspark der Stadt am Schwarzen Meer in Hafennähe verpasste ich auch. (2010: Beim 2. Kreisverkehr nach Stadteinfahrt zum Meer nach Links abzweigen und da rechts bis die Uferstr am Hafen wieder auf die Hauptstr. stösst)

Nach BATTUM wird es wieder bergig. Wir fahren z.Z NNO (bis zu meinem Schlafplatz), da sonst die über 2 km hohe MESKHETI RANGE überwunden werden müsste. Stattdessen geht es in den nächsten Tagen über den halb so hohen RIKOTIS-Paß

Am Bahnhof von KUBULETTI treffen sich alle. Am nächsten Tag würde übrigens um 9 Uhr 30 ein Zug nach TIBLISI fahren. (Ankunft nach 6,5 Stunden Fahrt um 16 Uhr) Während in der Türkei von 5 - 18 Uhr Tageslicht ist im März, ändert sich dies in Georgien: 6 Uhr 30 - 20 Uhr 30 (Zeitumstellung)

Meine Ankunft vermiest mir folgende Situation: Niole ist wieder bei uns und begrüst den holländichen Teilnehmer neuer Natur. Das wäre natürlich ein Klasse Foto gewesen um die beiden "Neuen" vorzustellen. Doch digitale Kameras erlauben keine Schnappschüsse. Anders als die Einheimischen sind die beiden nicht bereit, das Hände geben für die Kamera zu wiederholen. Damit nicht rechnen drück ich nicht ab, als beide wenigstens zusammen stehen.

Ich fahre zum Schlafplatz vorraus, als mir gelang in einer Schlafpause von Adam genaueres in Erfahrung zu bringen. Ich lande auch auf der richtigen Wiese, doch als mein Zelt steht kommt das Begleitfahrzeug und teilt den anderen, die auf Ihre Schlafutensilien warten mit, dass sie im Bahnhof schlafen dürften. Mark ist so nett mir (2 Bäume weiter) dies auch mitzuteilen, aber ich verspüre wenig Lust 18 km extra zu fahren für e ine Hallennacht, die vermutlich Lichtdurchflutet ist. Die anderen stört das offenbar nicht - mich schon! Mehrmals kam ich morgens am Gruppenschlafplatz an und stellte fest, das die ganze Nacht das Licht brannte. Auch in RIZE wäre dies ohne meine Organisation so gewesen...

Und nicht nur einige Fahrräder fahren nun 18 km extra - auch das Begleitfahrzeug! Mir immer wieder unbegreiflich, wie Menschen für Umweltschutz oder Frieden sein können, aber nicht auf Verbrennungsmotoren verzichten können. (Öl ist ursache für Kriege und nicht unbeschränkt verfügbar)

75,14 km waren es in 4 Stunden 20´09 mit 17,3 Durschschnitt dann geht es mal wieder nicht weiter mit meinem MC1.0
326 Höhenmeter kann ich minem MC1,0 später noch entlocken, nachdem er in den Schlafmodus ging. Es folgt "Enter Home" dann kann ich ablesen Maximale Höhe 160 m, 4,1 % Durchschnittssteigung, 11 % maximal - dann wieder "Enter Home"

Zusammen nun ca 21.707 Höhenmeter auf 2.371,34 km

Kamis, 27 Maret 2008

27.03.2008 37. Tag der Reise / 31. Tag in der Türkei

Atatürk Stadyum hies das Stadion bei dem wir gestern geschlafen haben. So einfach wäre eine Ortsumschreibung gewesen. "Hall behind Atatürk Stadyum!"

Für heute Abend 20 Uhr ist zwischen Sigias und mir vereinbart zu versuchen sich mit Joachim zu treffen.

3 Räder der Gruppe benötigen dringend einen Kettenwechsel. Ich bringe jeweils eine Nachricht daran an. Bin gespannt ob das auch wieder nach hinten los geht. Monika erzählt mir, das SIGITAS NICHTS zum Tagesablauf gestern gesagt hat - außer dem alltäglichen. Damit hat er also der Gruppe die Entscheidung, was von dem angebotenen angenommen werden soll , vorrauseilend abgenommen. VÖLLIG UNDEMOKRATISCH! Mit SICHERHEIT also das erste und letzte mal, das ich im Zusammenhang mit BC irgendwas organisiert habe! (Anmerkung: Im weiteren Tourverlauf wurde alles was ANDERE organisierten uneingeschränkt ANGENOMMEN)

6 Uhr 30 komm ich los. 7 uhr 30 ergibt sich eine Teepause: In GÖNDÖGDU sehe ich ganz mageres Ziegenfleich in einem Schaukasten hängen. Ich fahre erst weiter, denn ich muß ja 20 Uhr in HOPA sein. Doch dann denke ich, das mich kaum etwas mit dieser uninteressierten hektichen Gruppe verbindet und ich fahre zurück. 1 kg soll 30 Lira kosten. Ich will 100 g abgeschnitten werden aber 445. Als ich protestiere darf ich es selber schneiden... Übrig bleiben 10% der Menge, die Mensch mir verkaufen wollte. 2 lira soll es kosten. Doch angemessen wären 1,35. Ich schreibe also 1 kg =30, 100g = 3, 50g = 1,5, 10g = 0,3 und 5g = 0,15 auf. Nun wird verstanden! Resultat ist das ich mein 1A Filet (das erste selbstgeschnittene meines Lebens!) umsonst krieg + Tee + 2 verscieden Fischarten!

Nach 37,91 km Frühstückpause TRT 3 bringt hier engliche, französiche und deutsche Nachrichten. Mir gelingt es weder eine heiße (!) Backware zu kaufen, noch meinen Aku zu laden. Gechweige denn ein JA oder NEIN auf meine auf Türkisch (!) gestellte Frage nach Internet zu erhalten... Einer der Polen macht Rast als ich gerade wieder los will.

Braten lassen kann ich mir mein Minnischnitzel und die Fische dann in FINDIKLI in einem Pide-Lokal. Danach kurz im Internet gesponsert von einem Kunden des ONLİNE İNTERNET CAFE, CUMHURİYET CAD.. Das Cafe gibt noch ne gr Tasse Tee dazu aus!

Einige Gruppenteilnehmer hole ich dann ein, da diese zur Abwechslung einfach Ihr Rad mal lieber schieben (wer sein Rad liebt der schiebt) oder wie unsere Griechin nebenher läuft..

Schlafpaltz im HOPA Beledivesi Kultur re Savat Markezi nach 92,23 km in 5,18"05

Durchschnitt 17,3 Max 31,5 140 HM 1 % Durchschnittssteigung 4 % Maximalsteigung

Zusammen nun also ca 21.381 Höhenmeter auf 2.296,2 km

Die Organisation dieses staatlichen Schlafplatzes begann wie so oft bei der Polizei. Wir hätten im Hafen Zelten dürfen. Doch dann ergab sich doch noch die feste Unterkunft. Sehr praktisch, da mit großer Bibliothek, die urige Privattreffen ermöglicht. Dazu massenhaft Internetmöglichkeiten, die wir uneingeschränkt ohne Zusatzvereinbarung nutzen dürfen. Nur der Drucker bräuchte eine neue Tonerkasette.

Beim schwierigen Treffen mit Joachim wird mir langsam klar, wie wichtig es ihm ist, nicht in der Öffentlichkeit zu stehen und ich freunde mich mit dem folgenden Kompromiss an: So lange wie wir zusammen unterwegs sind entferne ich ihn (abgesehen von einem Link auf seinen Blog) komplett (auf SEINEN Wunsch!) aus meinem Blog und speichere ale Tage wo er vorkommt auf meinem IPOD so das ich zum Jahresende bei der Endbearbeitung alles wieder einbauen kann. Ich kann mir vorstellen, das er Bekannten einen Link auf meinen Blog gegeben hatte, der ihm nun peinlich ist.

Rabu, 26 Maret 2008

Raststag in CAMBURNU Spannung Pur..

Die Tochter (12) von Bünyamin Seyrekbasan mit dem Rad von Holger Halfmann

26.03.2008 Mein Raststag in CAMBURNU

Das ich mich um die Tagesorganisation des heutigen Tages gekümmert habe, hat für mich den Vorteil, das ich diese Nacht gratis im örtlichen Otel (Hotel) schlafen darf mit heisser Dusche und PC Zugang. Am Abend gibt es noch 2 Vodkalimonaden und ein grosses Glas Tee sowie einen Köfteburger gesponsert. Etwas unwohl fühle ich mich damit das es so viel ist, das ich den Rest des Brots erstmals auf dieser Reise entsorgen lasse, denn ich hab auch noch genug Brot vom letzten Mittagessen in der PIDEBANK dabei….

Nach dem Duschen geh ich gleich Schlafen ohne das Internet auszuprobieren. Allerdings mit dem Hintergedanken es besser gemacht zu haben…

Genauso ist es: 2 Uhr wache ich wieder auf, da mich aufgeregt die Gedanken quälen darüber Klarheit zu bekommen was der Regisseur Fatih AKIN mit dem Film zu tun hat, den ich im Kopf habe. Ich will es ergoogeln. Doch KEIN Internet! Nur die PWR und WLAN Lampe leuchten! Meist auch ADSL – nicht aber die Online Lampe! Also 2. Schlafphase bis 5.30.

Später krieg ich dann heraus (wieder im Büro von Bünyamin Seyrekbasan erfahre ich aus Googel dann was ich durcheinandergebracht habe. Ich habe "Gegen die Wand" (den ich glaub ich auch gesehen hatte im Kino) mit "Angst essen Seele auf" (Brigitte Mira 1974) verwechselt...

Aus dem Fernsehen (Aljazeera, engl) erfahre ich nun davon das in China Lebensmittel in diesem Jahr um 18,5 % teurer geworden sind oder noch teurer werden bis zum Jahresende! Ob diese wahnsinnige Inflationsrate mit diesen olympischen Spielen zu tun hat entzieht sich meiner Kenntnis. Wäre ein Zusammenhang herzuleiten wäre dies sehr tragisch und mir unverständlich. Um wieviel % steigen die Einkommen in China in 2008???

Weiter erfahre ich das Mais weltweit 50 % teurer geworden ist wie vor einem Jahr und das die UN davon ausgeht das die hohen Lebensmittelinflationsraten bis 2010 weiter erhalten bleiben. Das bedeutet nun nicht zwangsläufig, das es danach besser wird – vieleicht noch schlimmer.

Alles Fakten die mich darin bestätigen JETZT zu Leben. Ich würde WAHNSINNING wenn ich solchen Zukunftsängsten nachgehen würde. Es so wie ich zu machen ist daher mein Tipp an meine Leser…

Ich denke ein wenig darüber nach wie solche Touren mit Gruppe, wie die auf der ich mich gerade befinde organisiert werden können. Da gibt es 2 Möglichkeiten:

A) So wie bei uns: Begleitfahrzeug fährt der Radgruppe am Mittag vorraus und organisiert den nächsten Schlafplatz
B) Einer aus der Gruppe (ggf im Wechsel) fährt der Gruppe einen Tag vorraus und organisiert den Schlafplatz! (mein Vorschlag, wenn ich durch Verzicht auf einen Rasttag oder anderweitigem Transport einen Tag gewinne)

Der vorstehnde Vorschlag könnte auch mein Problem lösen, das ich irgendwie mit der Situation unzufrieden bin bisher zwar ca 280 € bezahlt zu haben, aber wesentlich weniger wie die Hälfte als Gegenleistung zurückerhalten zu haben. Das mag den anderen vieleicht entweder egal sein oder nicht klar zu sein, aber ich empfinde es nun mal bei einer nicht kommerziellen Tour (!) wie diese ausgeschrieben ist (!) nicht in Ordnung!

Die Bauart des Hotels in dem ich mich befinde empfinde ich als Interessant. Der Eingang liegt hinten in der Mitte. Rechts die Rezeption. Daran anschliesend der Aufenthaltsraum. In der Mitte des Würfels ein eigener Würfel in den im Uhrzeigersinn ein Gang geht. Hinten nebeneinander Gemeinschaftsklo und Dusche. Auf desen Rückseite die Teeküche. Rings um vom Gang gehen die 9 Zimmer ab.

Teeplantage hinter dem Hotel

7.00 Frühstück (10.00 kommt mein Gastgeber = 2. Frühstück = Joghurt?)

Nachdem VDO wohl nun tatsächlich 2 Köpfe nach Tiflis abgesandt hat funktioniert mein VDO MC1.0 nun seit dem Mittag des 25.03.2008. ironischerweise wieder zuverlässig – fragt sich wie lange.. 2007 war das auch schon mal so. (hielt nicht lange an) Problem scheint mir die rechte Taste zu sein. Denn diese klickt nicht so wie die linke! Diesmal haben allerdings alle Schrauben gehalten!

Aufhorschen lässt auch wieder die Menschenrechtssituation in China (Umgang mit den budistischen Mönchen) Ich habe eine besondere Beziehung zu diesen denn einige dieser friedliebenden Mönche begleiten viele ıntern. Friedensaktinen mit Ihren mediativen Gesängen und Trommeln. Ich möchte Sie nicht missen! (Tränen in den Augen)

Bis um 11.00 brauche ich um meine Texte für dieses Blog vorzubereiten. Glücklicherweise geht alles ohne Stress, denn Mensch vertraut mir. Sowohl vom Herbergsvater als von Bünyamin Seyrekbasan bekomme ich den Schlüssel anvertraut.

Zum Frühstück überrascht mich Bünyamin Seyrekbasan mit einem Peynirpide (yağlı). Sigitas sagt das die Gruppe wie immer in Kleingruppen unterwegs ist. Die Absprache vom Abend ist also bereits Pasee... Um 14.00 wollen wir aber noch mal telefonieren..

Ich organisiere mir noch Joghurt und Zucker gratis. Geld wollen die Restaurantbesitzer nicht von mir...

Im örtl. Laden kann ich alten und jungen Käse sowie einen Apfel kaufen. Für 10 € werden 21 Lira veranschlagt - ein Lira mehr wie regulär.

Als wir dann 14.02 Sigitas wie vereinbart anrufen braust ein grosser Teil der Gruppe vorbei. Alle Vereinbarungen waren also scheinbar unsinnig. Sigitas ist aber noch 8 km entfernt. Also setze ich mich auf mein Rad um ihn zu stoppen. Nach 2,5 km sehe ich Simon (Pole ohne Gangschaltung..) und kann es trotz Verständigungsproblem begreiflich machen, das er warten soll. Dann kommen 2 holländische Einzelfahrer, die ich überreden kann eben Ersatzgruppenmitglieder zu sein. Einer von beiden fährt auch nach China. Dann kommt Sigitas dazu und so wird wenigstens eine Kleingruppe gefilmt..


Das Problem war einfach das kein Beteiligter genau wuste WOZU und WIE die Bilder verwendet werden. Der Regiseur entscheidet dies erst beim Schnitt. Und mit Medien haben viele Menschen eben auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Sigitas wie ich auch (Bild Zeitung, Bambule Demonstrationen)

Um 16 Uhr - no I say the folowing in English because it is Important:
At 4pm the Prime Minister arrrived. I gave him just short the hand "Nice to meet you" before he left again. Es war mir einfach zu peinlich und zu stressig irgedwas für die Gruppe zu erklären. We have kick the high hospitality of the Locals - including Local Authoritys with FOOT! I´am sorry about it! I was the only one of the group atented the organiced reception... But i´ll try to find somebody in our group to share my feelings. At least to translate the Blog regarding CARMUNU. I think on Carlotta from Italy because I saw Pictures where she "sich die Nase zuhielt" facing a WSATE Deponi. (Amerkung: Leider gab es NIE die Zeit dazu)

Bünyamin Seyrekbasan und Holger Halfmann bei der Arbeit.

20.00 fahr ich erst weiter nach RIZE zum Gruppenschlafplatz im Stadion Sportsalon im Zentrum, nachdem es noch 2 Tee, Ayran und Lahmacun gab. Da noch ein Fussballspiel stattfindet kann die Gruppe die Zelte noch gar nicht aufstellen - Eile war also gar nicht geboten...

Abschliesende Bilder:

Bünyamin Seyrekbasan, Holger Halfmann und Fatih AKIN

Der Fotograf und Meeresbiologe Sadi Ciliz

Sadi Ciliz half heute beim übersetzen. Herzlichen Dank!

Hier für mich noch für 2010 die Telefonnummer des uns 2010 einladenden Imobilienmaklers Salim Gecekacan: 0534 312 48 45


Weiterfahrt nach RIZE.

Ich frage nach dem "Sportsalon", wo der Schlafplatz sein soll. Werde zum Hafen geschickt. Nur Hafen! PTT - keine Nachricht. 100 m entfernt ein Sportsalon. Dort befindet sich aber weder eine Gruppe noch ist irgend etwas bekannt von einem "Sportsalon" oder "Sportstadyum". Ich bitte ob der vorgerückten Stunde die Polizei zu fragen. 23.55: Polizei reagiert ebenso mit Achselzucken auf "Sportsalon" begleitet mich aber mit Blau/Rot-Licht zum Revier, da weiß dann einer Bescheid!

Sigitas sadt mal wieder "Alle haben es gefunden". Ja klar - ich ja auch... 30 Minuten suchen ist ebenso einkalkuliert, wie das ankommen im hellen.

49,92 km in (Reset wieder nötig..)

Zusammen nun also ca 21.241 Höhenmeter auf 2.203,97 km

Was spricht eigentlich dagegen genaue Angaben zu machen? Auf Hamburg bezogen beispielsweise "AOL Arena" oder "HSV-Stadion" bzw "St-Pauli-Stadion" statt nur "Main Stadion" - beides sind "Main Stadions" aber es liegen fast 7 km dazwichen! Wiso kann Sigitas nicht verstehen, das Mensch nachts um 12 keine Lust auf solche Komplikationen hat, die so einfach vermeidbar wären? Wiso antwortet er auf meine Frage am Telefon "Will you pitch your tents at the Lown?" bejahend, obwohl der Schlafplatz dann drinnen in der Sporthalle DANEBEN war? Durch diese Ungenauigkeiten entstand bei mir ein Bild das nicht den Tatsachen entsprach:

Vor meinem geistigen Auge sehe ich mit Sigitas Angaben 1. Zelte auf dem Rasen IN einer Sportarena, die von 4 Flutlichmasten umgeben ist. 2. Bei Regen (der einsetzte) ist es sinniger unter Dach zu schlafen und sein Zelt nicht aufschlagen zu müssen. (was beim nahen Hafen möglich war!) Fast hätte ich durch Sigitas ungenauigkeit also wieder abseits der Gruppe geschlafen. Statt die Ungenauigkeit einzusehen wirft Sigitas mir aber vor, das ich alles ganz genau wissen wolle und es als einziger nicht auf Anhieb gefunden hätte.

Joachim: Durch meine späte Ankunft fällt das von ihm gewünschte Ignorieren heute leicht, denn ich sehe nicht mal sein Bike, das extra für die Tour ein pulverbeschichtetes Logo Olympia - Beijing hat.

GUTE NACHT!

VDO Testbericht

Die Firma CYCLE PARTS GMBH – VDO mit der führenden Marke VDO ist mein Hauptsponsor derzeit. Der einzige der schon seit 3 Touren dabei ist!

Dafür bedanke ich mich ganz herzlich!

Der MC.1.0 der mir zu Testzwecken unter Extrembedingungen zur Verfuegung gestellt wurde zeigt nicht nur die gängigen Angaben wie Durchschnitte Fahrzeit und Maximalgeschwindigkeit an sondern zeigt ständig gleichzeitig auch die ungefähre Temperatur, den Steigungswinkel in % und die Höhe auf der sich das Gerät gerade befindet, an.

In diesem Posting werde ich NICHT alles positive Zusammenfassen sondern der Fa CYCLE PARTS GMBH – VDO über Probleme die ab und an auftauchen berichten.

Das mache ich nicht um meinem Sponsor zu schaden (wäre ja auch absurd..) sondern um ihm eine Hilfe zu geben das Gerät zu verbessern!

Zu Fehlleistungen kommt es meiner Ansicht nach bei hoher Luftfeuchtigkeit und bei ständig schlechten Strasssen.

VDO MC 1.0 LOGBUCH

9.März 2008 19. Tag meiner Reise 2008

Schon bei kurzem Druck auf die rechte Taste wird alles resettet. Uhrzeit nicht mehr einstellbar! Brauch schnellstmöglich Ersatz! Erst ab 24 Grad funtioniert es plötzlich wieder…
(Folge: Die meisten Angaben muss ich ab jetzt schätzen, weg lassen oder errechnen!)
Auch das zurückstellen der Stoppuhr nullt alle Werte - außer dem Navigator.

Donnerstag 13. März 2008 23. Tag / 17. Tag in Turkey (Schwarzmeerküste)

Temperaturen auf der Tour bisher zw -1 Grad und + 38 Grad ! Probleme meist unter 24 Grad!

Abfragen kann ich Höhe (400 m) km (78,36 km) und Gesamtkm der 2008er Tour(1439 km)

Die Abfrage weiterer Angaben auf meinem MC 1.0 führt zur Anzeige “Einstellung Radgrösse” Dann warte ich, bis es auf “Uhrzeit” springt. Aus dem Modus komme ich dann nur noch mit einem Signal vom Rad raus. Wegen Regen also keine weiteren Daten heute! Ca zusammen jetzt 14 km angestiegen.

Freıtag 14. März 2008 24. Tag / 18. Tag in Turkey 5 Uhr 24

Regen und etwas Wind. Rad PC geht nicht an.

Mit dem einclicken des Rad PC gingen dann die Tasten wieder!

Am Vortag also 5 h 14 Min gefahren 924 HM glaub ich – denn als ich im Zelt zurück bin blockieren die Tasten wieder! Also sind es 53 HM weniger wie 14 km. 14,9 Durchschnitt und 5% Durchschittssteigung (16% maximal) glaub ich waren es.

Abends kann ich nur die Fahrzeit (4h 47”57) ablesen im letzten Licht. Ca 45 km heute

Sonntag 16.03.2008 26. Tag / 20. Tag in Türkei

Ich notiere: Insgesamt 14 mal wird es heute durch die traumhaft phantastische Landschaft hoch und runter gehen. Zusammen mit kleineren Steigungen ergiebt dies mind. 1.304 HM oder ca 17,497 km verticale Steigung seit Tourstart.

Trotz vieler Steigungen entspricht dies bisher nur 350 km Berganstieg mit 5% Steigung auf zusammen jetzt 1612 km. Also waren etwa 900 km davon demnach Eben..

Seit 2 Tagen lies sich mein VDO MX1.0 nur noch durch Reset (hinten) zurücksetzen. Da keine Taste sonst reagierte, blieb nur über, die aktuelle Höhe vor Beginn einer Steigung sich einzuprägen und diesen Wert dann am Ende der Steigung abzuziehen und jeweis zu notieren. Oder den Eingangshğohenwert abzuziehen von den bereits errechneten Höhenmetern und den angezeigten Endhöhenwert zu notieren.

Würden solche Werte in ein Diagramm eingetragen entstünde ein Höhenprofil! Eine Idee für den MC 2.0! Auf dem sollte zudem die Fahrzeit und der Durchschnitt im Wechsel angezeigt werden, wie bei den Geräten von SIGMA Sport. Also OHNE notwendigen Tastendruck – weniger drücken auf die Tasten verlängert deren LEBENSERWARTUNG!

Etwas mit dem VDO Gerät herumgespielt spuckt es heute 3 weitere Daten aus: Es waren 154 HM mehr – also 1.458 HM (Gesamt also 17.651) bei 56,88 km und 6 % Durchschnittssteigung 16% Max.

25.03.2008

Ironischerweise funktioniert mein VDO MC1.0 nun seit dem Mittag des 25.03.2008 wieder zuverlässig – fragt sich wie lange.. Just nachdem VDO 2 Köpfe nach Tiflis abgesandt hat. 2007 war das auch schon mal so. (hielt nicht lange an) Problem scheint mir die rechte Taste zu sein. Denn diese klickt nicht so wie die linke! Diesmal haben allerdings alle Schrauben gehalten!

Die Justage der Taste ist EIN Teil des Problems loest aber nicht das ganze...

Ich werde den schadhaften Kopf zur Auswertung einsenden sobald dies preiswert moeglich ist!

Mai 2008

Das mitlerweile 3. Geraet hatte nun auch schon 3 Ausfaelle. Immer beim abnehmen des Geraets vom Rad. Nicht jedes mal passiert dann ein Reset oder keine Anzeige mehr - aber eben schon 3 mal. Die Gesamt km koennen dann ja neu eingestellt werden, aber leider nicht die Gesamt Hoehenmeter!

Selasa, 25 Maret 2008

"RASTTAG TRABZON"

25.03.2008 35. Tag der Reise, 29. Tag in der Türkei

Bei einer Moschee zu Schlafen ist aus sanitärem Grund nicht unpraktisch. Allerdings kann es bei gr. Moscheen zu Hektik führen, wenn der Schlafplatz im unteren ruhigen – eigentlich den Frauen vorbehaltenem - Bereich gewählt ist und nicht zum Sonnenaufgang zusammengeräumt ist..

Der Mezine bringt mir eine gr. Tasse Tee mit viel Zucker. Doch ich soll sie offenbar trotz der Grösse ganz schnell trinken, da er schlafen gehen möchte. Es gelingt mir nicht zu erklären, das ICH die Tasse ja auch zurückbringen könnte, dorthin, wo sie hin gehört im geleerten Zustand. Er kippt die verbliebene Hälfte aus auf dem Weg zum Teehaus, bei dem ich ihn begleite. Das regt mich auf und ich krieg eine neue ohne Zeitlimit zum “Selbstorganisierten” Trinken.

Lange aber hab ich auch jetzt nicht Ruhe obwohl am Vorabend vereinbart “Abfahrtszeit 8 Uhr”. Nun soll mein Rad ect weg von der Moschee. Bis 6.30. Ich stelle es an eines der nur Schritte entfernten Fischerboote und verlasse meine Ruhezone Punkt 7 Uhr.

Den RASTTAG TRABZON habe ich ja gewisser weise einen Tag vorgezogen (siehe gestern)

Also ist in Trabzon eher "Durchfahrt" angesagt. Trotzdem muss eine Aufgabe dort erledigt werden.

Diese Aufgabe heisst Post (PTT)... Dazu muss Mensch erst mal ins Zentrum hoch. Verstanden wird erst nach Aufschreiben. Von 5 gefragten haben es nur 3 richtig erklärt.
2 x wurde ich in die falsche Richtung geschickt.

Gegenüber des Stadions bei PEKŞEN krieg ich TOST (Toast mit Käse) für 1,25 statt 1,50 und und MUSSAKA für 1,20 statt 2,50. Wenigstens den Tee (doppelten - also Tasse statt kleinen im Glas - aber EGAL - schmeckt ja..) darf ich mit 0,5 normal bezahlen..

Nun soll die Post wieder 500 m hinter mir sein... Doch praktischer Weise erwähnt doch noch jemand das es es sich dabei um ein KLEINES Postamt handelt und die Hauptpost noch kommen soll. Er sagt 2 km, der nächste 1,5 km..

Jemand spielt mit mir und versteckt meine Flasche. Dann reicht er mir 19 Lira. Ich nehm die erst mal und leg sie vor mir auf den Tisch. Da bleiben Sie liegen auch als ich mein Glas rein bringe.. Doch ich frage ob ich die WIRKLICH behalten darf... Schade wäre ein tolles Sponsoring gewesen - fast ein Tageslohn hier! 20 Lira verdienen viele nur - genausoviel wie ich am Tag maximal ausgebe OHNE Wohnung/AUto/Strom ect bezahlen zu müssen hier. Mir geht´s im Vergleich also gut und so kann jeder Nachvollziehen wiso es viele Türken nach Deutschland zum Arbeiten zieht...

Bei der Hauptpost -durch ein paar kleinste Gassen durch gefunden- endlich angekommen ist das Problem dann BEGREIFLICH zu machen das ich POSTE RESTANTE Mail ABHOLEN will - kein Geld - auch nichts aufgeben und ebensowenig die Adresse in Erfahrung bringen... Ich werde zur Bank gegenüber gesand mit einem Namen. Nachbarschalter. JA das ist Sie. In ein anderes Bankgebäude. Security. Ah doch jemand spricht English... Der schreibt mir auf, das ich Post abholen will - wieder zur Post - verstehen immer noch nicht - wieder zur Bank - AHA - wieder zur Post! JETZT erst wird tatsächlich auch nachgesehen!- zum Direktor - wieder runter - in 40 Minuten soll ich wieder kommen - in der Zeit Akus Laden, Essen und Internet (gesponsert von ÖZGÜRCE İNTERNET, CUMHURİYET MAH.UZUN.SOK. TRABZON/MERKEZ).

In der SOFRAM PIDEBANK erhalte ich eine KIREMITTE TAVUK (Tavuk = Huhn) SOTE für 3 statt 3,5 Lira. Darin sind Tomaten, Huhn und Käse – leider auch Pepperoni… Dazu eine Fladenbrotart. Also 500 ml Ayran in einem gr und einem kl Becher noch dazu gegen die trotz rauspuhlen der Pepperonie vorhandenen (Rest)-Schärfe. 1,75 Lira ( =2 DM ) Für die 25 cent Wechselgeld darf ich noch eine ÇOBRA Suppe “probieren” – ich krieg ne vollere Tasse + noch mal Ekmek (Brot), als wenn ich regulär 2 Lira gezahlt hätte…

Ich verlasse TRABZON

Durch den ausgefallenen Rasttag fehlt mir jetzt ne Dusche. Dann muss es eben doch kalt gehen - wenigstens den Genitialbereich auf dem Klo einer Moschee...

Als ich beim Waschen des Oberkörpers angesprochen werde und ins Freie trete daher heist es gleich "PROBLEM" Wurden Islamisten nicht auch so irgendwie nackt geboren? Nur mein verkreister freier Oberkörper schmückt die freie Luft.. Obgleich ich Seife in der Hand habe bietet der Klomann mir Flüssigseife an..

Vor Araklı endet die ausgebaute Str. z.Z. Der Tunnel ist aber bereits im Bau. Internet im Gençlik İnternet Cafe Trabzon Caddesi No.121 Trabzon/Araklı.

Nun wird es richtig spannend:

Viele Zufälle kommen zusammen: Peter leitet an mich zufällig eine Mail weiter mit der wir gebeten werden in Camburnu eine Aktion zu machen. Diese Mail erreicht mich ebenso zufällig wenige km davor. Das ganze hat irgendwie zu tun mit dem geschätzten Regisseur Fatih Akin (Gegen die Wand, Auf der anderen Seite) Das ist das eigentlich spannende: Gegen die Wand wurde produziert von der Wüste Filmproduktion wenige Häuser von meiner Wohnung in Hamburg entfernt..

Im Internetcafee ist glücklicherweise das Rauchen verboten. Trotzdem werde ich lästigerweise mehrfach gefragt ob ich eine rauchen wolle und das Rauchverbot wird erst auf meinen Hinweis darauf beachtet. Als es zum Stromausfall kommt mache ich mich auf den Weg nach Camburnu.

Ich beginn also zu organisieren was von uns erwartet wird. Ich halte am Ortseingang von Surmene an einer Tankstelle um nach Bünyamin Seyrekbasan zu fragen, den ich treffen soll. Eine Hostesse verteilt türkische Fahnen. Von denen ich auch eine erhalte. Das ist ja immer so ein 2 deutiges Schwert: Einerseits identifiziere ich mich immer mit dem Land das ich gerade bereise, andererseits strebe ich aber im Ideal EINE Welt an – also keine einzelnen Länder!

Salim - ein perfekt deutsch sprechender Türke erfährt irgendwie von mir, was äuserst praktisch ist... (Übersetzung für längere Zeit) Als klar ist das die Moschee bei der das Büro des Fotografen und Filmmann sich noch 8 km weiter in Richtung Rize befindet, holt er sein AUto und fährt mir nach. Er überholt mich und ist nicht immer zu sehen. So verlieren wir uns vor der Moschee.

Da mir klar ist das es nur diese Moschee sein kann kehre ich rasch um und wir finden uns so wieder. Bünyamin Seyrekbasan ist nicht da, aber er wird herbeitelefoniert. Viel weiss er auch nicht, nur eben das sein Brötchengeber ("Ekmek oder Pide-Geber"...) ihm den Auftrag zum Filmen von uns gegeben hat.

Ich unterrichte Sigitas vom nun konkretisierten Vorhaben per Telefon. Da er kein Internet hatte weiss er noch nichts... In wie fern er es an die Gruppe weitergegeben hat ist mir nicht ganz klar. (NACHTRAG hatte er nicht, da er sich vor keinen Karren spannen lassen wollte)

Morgen sollen wir uns um 16 Uhr am Ortsausgang von Surmene (kurz vor Camburnu) treffen und als Gruppe zusammen in den Ort rein fahren, wobei wir gefilmt werden. Nach einem Bürgermeisterempfang sollen wir zu einer unter Protest stehenden Mülldeponie fahren und danach dürfen wir im Ort zelten.

Das wäre möglich denn die nächste Etappe wäre dann zwar 114 km - aber das Gelände ist dann weiterhin flach.

66,14 km in 3,29"38 18,9 Durchschnitt, 47,5 Max, 318 HM 2% Max 7%

Zusammen nun also ca 21.241 Höhenmeter auf 2.154,05 km

Senin, 24 Maret 2008

Ich dokumentiere in einem weiteren Posting zu diesem Tag auf English eine Mail an Sigitas und Peter. (Label: Briefe) Ich wiederhole diese Mail hier im Blog, um zum Ausdruck zu bringen, WISO ich mich ausschreiben MUSS um Joachim zu Frieden zu stellen. Alles was damit zu tun hat, ist mir Recht unverständlich, denn Joachim hat selber einen Blog! Allerdings erwähnt er tatsächlich darin keinerlei andere Namen! Vermutlich ist es ihm arg wichtig das alle über ihn GUT DENKEN. DESWEGEN wiederfährt ihm alles, was andere auch nur im entferntesten möglicherweise negativ auffassen könnten.Meiner Ansicht nach eine Persönlichkeitsstörung. Ich kann auch manchmal schlecht mit Kritik umgehen aber ich halte es für völlig normal, wenn verschiedene Persönlichkeiten auch verschiedene Meinungen oder Handlungsweisen haben. Um zusammen nach Peking zu fahren ist es nicht nötig das alle gleich Denken und Handeln!Ich habe aber eine neue vielfach erprobte Idee, die das Problem vieleicht lösen kann: Ich ersetze seinen Namen (nach Absprache erst) mit “Xaver*” * Name aus red. Grund geändert. Tatsächlicher Name ist der Redaktion bekannt! Vieleicht wäre er damit zufrieden! (war er nicht - deswegen nahm ich während der Tour alle Einträge, die sich auf ihn bezogen raus)

Sponsorensituation

Ich versuche mal die Sponsoring Situation Zusammenzufassen:

Vorausgeschickt: Ich habe keinen einzigen Dauersponsor.

Vor 2004:

Schwalbe, Bohle (Reifen)
Schuhladen auf Gomera (Schuhe)
Radläden Deutschland (Radhosen, Kette)

2004

Ausrüstungsladen Belgien (Jack Wolfskin Schweissshirt)

2007:

Rohloff (Ersatzteile)
DT Swiss (Speichen)
Globetrotter (Taschen, Kocher, Sonnenbrille, Tool, Faserpelzjacke)
Radläden USA (Radhose, Felge)

2008:

Angeschrieben:

Busch + Müller KG: ERHALTEN OHNE PROBLEME DA REKLAMATION

info@schlumpf.ch: ZUSAGE ERHALTEN aber nicht erhalten

VDO: (Reklamation) Versand nach Tiblisi / Georgien

GLOBETROTTER: KEINE REAKTION während der Tour

BOC: Reklamation Null Reaktion (wie gewohnt)

Artmann: Verständnissvolle Reaktion kann vor Ort gelöst werden da übliche Kugeln! (GUT)

info@ortlieb.com: Antwort ja, aber nicht auf mein Gesuch eingehend!

Panasonic: KEINE REAKTION

Dazu kommen noch unzählige Internetsponsorings und Rabatte sowie Einladungen von Einheimischen.

PANNENSTATISTIK

Montag 24.03.2008 34. Tag / 28. Tag in Türkei

Noch etwa 3 Stunden geschlafen und dann weitere 2 Löcher in dem Schlauch geflickt, den ich gestern ausgetauscht hatte und der so nun zu einem meiner 2 Ersatzschläuche wird. 7 Flicken hat er schon!

PANNENSTATISTIK BISLANG:

Griechenland:

1 Superplatt 1 Gepäckträger hinten gebrochen (geschweist)

Türkei:

6 Superplatt 6 Speichenbrüche 3 Bremsgummies beide Hinterradtaschen Halterungen (3) abgebrochen.

Ursache für Superplatt: 3 mal Eigenverschulden durch falsch justierte Bremse
1 mal Glassplitter und 2 mal Drath mit zusammen 6 Löchern!

Die Mitnahmemgelegenheit gestern hat wie IMMER den Verlust eines Ausrüstungsgegenstands mit sich gebacht: Diesmal ist es das Solarpanel meiner OSRAM Sun Lampe. Mein Aerger haelt sich nur deswegen in Grenzen, da mir Frank 2 Panels mitgegeben hatte. Nicht in weiser Vorraussicht, sondern um beide zu koppeln was aus Zeitgründen bislang zum Glück nicht erfolgte...


Kurz vor AKÇAABAT finde ich gegenüber der Kavaklı Rahman Moschee nebeneinander das SURF INTERNET CAFE, einen Köfte Laden, einen Frisör und einen Lebensmittelladen.

In letzterem gibts 25 cent Rabatt auf ein halbes Brot (50 statt 75 cent). Der Internet Laden sponsert diesen Eintrag hier. Von 2 Seiten bekomme ich Tee angeboten.. Aus 2 kleinen Gläsern wird so ein grosses... Ich frühstücke und sehe währenddessen folgendes Leckeres:

(Bild gemacht - aber leider Kamera später geklaut bekommen)

Sozusagen eine "geplante Story": Da ich mir die Speise ansehe, im Köfte Laden nach einer kleinen Portion der Köstlichkeit frage UND dann das Bild mache als erkannt ist das die Köstlichkeit privater Herkunft ist, dauert es nicht lange bis ich ein Schälchen davon gesponsert bekomme..

Als ich um 13.50 im Köfteladen nach dem Preis EINES Köftes frage sind gerade die letzten bereits verkauften am braten. Ausverkauft zum Mittag! Später sehe ich wie andere doch wieder Köfte verspeisen. Ich frag nochmal und kann immer noch keine kaufen, aber bekomme 2 im Fladenbrot geschenkt wie zuvor mehrere Tee und einen klasse Milchrcremekaffee.

17.30 will ıch weiter fahren nach TRABZON nachdem der PC laufend abstürzt - selbst bei EINEM Fenster. Peter bestätigt mir NOCHMALS, das MEINE Darstellung die richtige ist. Er überlegt sogar ab BAKU wieder mit uns zu fahren! Aus dem Weiterfahren wird aber nichts, da ich nun von Sigitas per Mail erfahre, das die Gruppe nun per Bus und für Extra Geld zu einem 50 km entfernten Kloster auf 1200 m Höhe fährt und den gleichen Weg wieder zurück.

Ich übernachte also mit Zustimmung des Mezzine nach nur 650 Metern (!...) hinter dieser Moschee und fahre dann um 8.00 zur Post und langsam weiter Richtung RIZE.



Zusammen nun ca 20.923 Höhenmeter auf 2087,91 km

Minggu, 23 Maret 2008

Probleme lösen sich


Sonntag 23.03.2008 33. Tag / 27. Tag in Türkei

Endlich mal wieder über 8 stunden durchgehend geschlafen!

Ich flicke die andere Tasche, die auch bereits halb ausgebrochen ist. Kabelbinder sind das Hilfsmittel. Ein Loch muß noch gebohrt werden an der anderen Seite. Kurz vor dem einpacken geht die Lampe dann aus. Egal, Akus sind geladen.

Die PTT (Post) in PIRAZZIZ hat zu - auch keine Nachricht. Also die Polizei suchen. Noch auf der Suche ruft Mark. Ich unternehme 2 Versuche zu Duschen, doch der Boiler schaltet bei 2,2 oder 2,3 ab. Zu kalt! So wird eben Wasser gespart - passend zum Weltwassertag gestern.

Mir gelingt ein kurzes Gespräch mit Joachim, der auch vergeblich auf ein vor 7 Tagen in Deutschland abgeschicktes Päckchen gewartet hat. Das Gespräch war mir wichtig um zu verstehen, was los ist, denn ich empfinde einen tiefen Unfrieden zwischen uns. Aus seiner Sicht bin ich allein daran Schuld, da ich über ihn in diesem Blog genauso geschrieben habe, wie über JEDE und JEDEN anderen. Er ist beispielsweise sauer darüber, das ich erwähnt habe, das er seine Wäsche im Waschsalon wäscht oder in einer Wäscherei. Sein Vorwurf ist das ich den Grund dafür nicht angegeben habe. Nun, der Grund dafür liegt doch auf der Hand: Es wird optisch sauberer! Wiso er - wenn ihm das wichtig ist - nicht die allen offenstehende Kommentarfunktion genutzt hat bleibt mir schleierhaft. Er bittet um Gesorächsabbruch und droht damit eventuell die Gruppe zu verlassen, mir dafür die Schuld gebend. Ich werde ihn dann zwangsgedrungen in Peron zwar ignorieren, aber nicht in diesem Blog, denn meine Gedanken lass ich mir nicht verbieten. Von keinem! Wenn über mich negativ geschrieben wird kann ich es auch nicht verhindern, wenn es den Tatsachen entspricht. Ich kann eine Gegendarstellung erreichen, wie damals bei der BILD-Zeitung praktiziert, aber nicht mehr. Ich kann mich gerne Verpflichten seine Kommentare (ggf wieder komentiert usw) online zu stellen, aber meinen Blog lass ich mir nicht verbieten!

Die Gruppe hatte mich gestern nach 14 km (teils fuhren sie mit Polizeibegleitung) überholt, als ich im Gras liegend ein Nickerchen machte...

Der Schlafplatz in PIRAZZIZ war das Lehrerhaus ÖGRETMEN EUI (12,5-15 Lira also 6-8 €) kuru nachj der JARDAMA auf der linken Seite im Ortszentrum. Abdullah, der im gegenüberliegenden TERZIOGLU Markt zu finden ist, überlegt sich, ob er uns 2010 als Gäste bei sich zu Hause aufnimmt. Dann sollen wir ERST ihn fragen!

Ich fahre ein Stück mit der Polizei begleiteten Gruppe und beherzige nach 12,77 km (also 10 km nach dem Gruppenschlafplatz den Wunsch von Joachim und esse zu Mittag im IR-EM, um NICHT mit der Gruppe zu fahren.


Statt 3 € darf ich 2 € für ein Pide zahlen und bekomme noch 2 Tee dazu.

Joachim hat meinen Versuch ihn zu umarmen leider als Scheinheilig und Schauspielerei missdeutet. Er hat nichts verstanden. Leider gab es ja noch kein Meeting zwischen uns beiden mit Sigitas als Vermittler und Veranstalter. Daher ist sein Bild über mich noch unvollständig, denn entscheidende Tagebuchteile sind noch nicht online gewesen zu diesem Zeitpunkt. Solange er keinen Frieden mit mir gefunden hat kann auch ich keinen Frieden empfinden. Ich fühle mich sehr unwohl mit dieser Situation, will aber meine eigene Identität (dieses Blog!) behalten! Nicht alles oder nichts kann die Lösung sein - nur ein Gegenseitiges aufeinanderzugehen. Ich habe es heute ein 2. mal versucht. Doch er nimmt mich nicht ernst. Ihm kommt nicht die Idee das ich meinem Vorbild Ghandhi folge der das Miteinander gesucht hat ohne eigene Interessen aufzugeben. Ich will es mal mit einem Zitat von Mahatma Ghandhi sagen: Ich kann Dir nicht weh tun - ohne mich zu verletzen! Ich habe das selbstverständlich ERNST gemeint, das er und ich TROTZ des nach wie vor im Raum stehenden Vetos noch bei der Gruppe bin/ist. LIEBE DEINE FEINDE! Nur so könnte es gelingen doch noch Freunde zu werden oder zumindest sich gegenseitig mit all seinen ureigenen Eigenheiten zu akzeptieren und zu tollerieren ohne das ständig eine knisternde Spannung zwischen mir und ihm bzw umgekehrt herrscht... Schweigen und Ignorieren hilft nur kurzfristıg, ist nicht das geeignete Mittel auf Monate gesehen. Ich strecke erneut meine Hand aus - ER nimmt Sie nicht an. Ich wiederhole die Geste - er versteht immer noch nicht. Sehr Schade! Das beste ist das Gegeneinander ausspielen: Peter sagte mir AUSDRÜCKLICH, das er NICHT wegen mir die Gruppe verlassen hat, was er sogar mit einem (abgelaufenen aber noch verwendbarem Geschenk verdeutlicht) und Joachim hat er offenbar genau das Gegenteil gesagt...

Sigitas überrascht mit einem persönlichen Osterei für jeden Teilnehmer. Das sind die "cosy surprises of the Orgaganicers.."

Heute gibts Polizeibegleitung..
Weit komme ich wieder nicht denn dann ist aus unerklärbarem Grund die Luft aus dem neu bereiften Hinterrad.. An der Tanke die die erste Luft einer ausgeliehenen alten Pumpe, die kaum Druck aufbauen kann, vervollständigt kann ich sowohl ein paar Kabelbinder als auch eine Wasserschelle organisieren. Damit kann ich dann mein Gepäcktransportproblem hinten gut lösen mit der Hilfe von Filly Boya. Dieser neu eingerichtete Laden war mit seinem weiteren Aufbau beschäftigt am Sonntag und ich konnte so seine Bohrmaschiene benutzen!
Thomas Krech von der Luxustour nach China ist mit mir im Mailkontakt und nachdem er unsere Tour zuerst als Konkurrenz gesehen hatte verkehren wir mitlerweile Partnerschaftlich. So stell ich mir das vor: Ein Nebeneinander und miteinander aller Menschen statt sich gegenseitig zu bekriegen!

Schlumpf und VDO werden mir wohl Ersatz zusenden. Florian hatte sich zu einem Sponsoring entschlossen obwohl er eine negative Mail an den Mechaniker der meinen Speedrive eingebaut und "gewartet" hat, persönlich genommen hatte obwohl IHM nur zur Kenntnisnahme zugesand! Dieses eindrucksvolle Verhalten verdient meine HOCHACHTUNG und ich bedanke mich schon mal mit Werbung an meinem Rad. Mit Schwalbe/Bohle bin ich noch in Verhandlung.

Ulrich Artmann schreibt mir das die verwendeten Kugeln Standard Durchmesser 6,35 mm haben. Also 5 neue besorgen und wieder einbauen.. Derzeit geht es mit den Kabelbindern - nur in Extremsituationen könnte es am Vorderrad links schleifen. Passiert aber fast nie. Bleibt also erst mal so.. Mit Kabelbindern, Gaffertape und Rohrschellen lässt sich fast alles flicken - und diese Materialien dürfte es Weltweit geben da nicht Radspezıfisch!

Über Lautsprecher werden während ich diese Zeilen in BULANCAK tippe, die Sterbefälle bekannt gegeben wie bei uns in der Zeitung oder in der Kirche.

17.00 komm ich erst weiter. Aber da in TRABZON Ruhetag ist hab ich ja einen Tag mehr. Mittwoch soll es wieder Regen geben.. Ansonsten bis zu 28 Grad am Tag!

Das merkt Mensch auch als er nach GiraSUN reinfährt: Obwohl es am eindunkeln ist steigt die Temperatur von 17 Grad aus um 11 Grad auf 28 Grad... Von nun an fahre ich in der Nacht - teils in heftigem Sturm - dort wo es von der Ankara Hochebene gerade runter wehen kann.. Ein Tunnel kommt auch noch auf dem Weg nach KESAP, wo ich ım Yeşilvadi Park Restaurant (9,6 km nach GİRESUN) ein Yağli (Käse + Ei auf Pide gebacken) esse und mit einem 5 Euroschein zahlen darf denn ich hatte vergessen Geld zu wechseln... Bisher habe ich also etwa 200 Eur ausgegeben - also 7,40 Eur am Tag.

Mit diesem Restaurant, das auch etwas Internetzeit vor und nach dem Essen sponsert, fangen die Probleme aber an:

1. Ich werde von der Küchendame gefragt ob ich was trinken möchte. Ich verdeutliche, das ich nur die in der Speisekarte ausgewiesenen 3,5 Lira für mein Essen bezahlen möchte. Doch Sie lädt mich ein! Das teilt Sie aber leider der Kassiererinn nicht mit, die später da ist...

2. Ich krieg das mit viel hin + her dann zwar geregelt, das ich nicht 3 Euro für ein Getränk aufgrund des Missverständnisses zahlen muss aber dann soll DAS ESSEN plötzlich einen Euro mehr kosten...

3. Auch das krieg ich schlieslich geregelt... Aber dann ist mein Rad platt. Ein spitzer kurzer Draht steckt im angeblichen SuperMaterial aus der Raumfahrt und hat -wie sich später zeigt- bis zu 5 Löcher verursacht... Aber der Kassierer der nun wieder da ist, hat eine Pumpe im AUto..

4. Kurz später der 2. Platte des Tages. Also Superschieb zur nächsten (Shell)Tanke.

5. Die Luftanlage funktioniert nicht. Ich verzweifel. Das wiederum verhilft mir zur Luft von einem Lastwagen.

6. Diese Luftanlage hat einen anderen Ausgang als das Autoventil.... Aber der Mechaniker kriegt es hin.

7. Kaum aufgepumpt wieder platt usw. Ich regel nun das ich im Nebenraum wo auch ein Angestellter schläft schlafen darf. Als ich dann endlich soweit bin, das ich nun den Schlauch wechsel krieg ich keine Luft mehr, da die Lastwagenbesatzung mitlerweile Ihren verdienten Schlaf will..

8. Nun nimmt ein anderer Lastwagenfahrer mein Rad mit bis 18 km vor TRABZON und ich darf im begleitenden Van mitfahren wobei ich einschlafe.

9. Die 18 km vor TRABZON befindliche Tanke KOLAYLI PETROL Darıca Beldesi, Akçaabat HAT eine funtionierende bimmelnde Luftanlage UND ich darf im Aufenthaltsraum schlafen sowie ins Internet....

49,03 km 2 Uhr 27
Zusammen nun ca 20.923 Höhenmeter auf 2087,26 km

Sabtu, 22 Maret 2008

Schwarze Wolken am Schwarzen Meer

Samstag 22.03.2008 32. Tag / 26. Tag in Türkei

Das Glas der OSRAM Sonnenlampe hat den Härtetest NICHT überlebt, da das Gepäck oft komprimiert wird. Flexibles Plastik wäre besser!

Als ich unterwegs einen Reisebus an einer Tanke sehe, frage ich mal wegen Mitnahme. Ein Gast zahlt für 800 km 35 Lira und ich soll für weniger wie 50 zehn zahlen! Nein Danke! Trotzdem bin ich schon vor 7 Uhr am Gruppencamp. Erste Bewegung, wo mein Tag schon 4 Stunden alt ist.

Wird ne´ lange Etappe heute, denn da es seit ONDOKUZMAYIZ flach, ist will Sigitas weiter fahren, wie im Internetplan vorgesehen. Frühstück in einem Piderestaurant mit Mitgebrachtem. Trotzdem gibt es Tee gratis dazu!

Unterwegs nochmal Einladung zum Tee als ich Fotos mache. Ob ich nach Deutschland fahren würde will mein Gastgeber wissen. Mittels einer Zeichnung versuche ich ihm zu verdeutlichen, das er sein Hirn benutzen soll. In welcher Richtung liegt Deutschland und in welcher Richtungsfahrbahn der 6-spurigen Straße (den eine eigene Spur bildenden Standstreifen jeweils mitgerechnet)steht mein Rad? Ich zeige eine Weltkugel. Ich zeichne eine Karte mit der geografischen Lage der einzelnen europäischen Länder. Obwohl er versteht, wo das schwarze Meer vor der Türkei ist, denn er zeigt es an der richtigen Stelle, deutet er auf das Marmara-Meer, als er mir zeigen will, wo Deutschland liegt...

Hier fehlt nun das Bild eines Türken der mir von einem Maibaum ein Bündel abbricht und als Geschenk überreicht. Genau solche Begegnungen sind es die unter die Haut gehen und unsere Tour Silkroad 2008 zu bleibenden Erinnerungen verhilft. Solche Begegnungen werden unserem Anspruch gerecht eine Verbindung zwichen östlichen und westlichen Kulturen herzustellen. Würden alle Menschen, die an den Krieg der Kulturen glauben unsere Reise machen müste sich Ihre Einstellung doch sehr verändern DURCH eine solche Tour! Nur zu empfehlen!

Im Radio eine AEG Werbung bei der der Werbespruch auf deutsch ertönt.. Bei einer Essenspause treffe ich einen Ringer, den wir als Teilnehmer bei den olympichen Spielen wiedertreffen könnten.

Seit 2006 ist der Weg durch die Türkei 19 km kürzer durch den Bau einer neuen Strasse zwichen FATSA und ORDU. Etwa 4 km führen durch Tunnel und nur noch 280 einfache Höhenmeter sind zu überwinden. Trotzdem bricht dabei die nun 5. Speiche. Bremse hinten raus und weiter bis zur nächsten Tanke. Schutzblech auch ade! Beim zentrieren bricht die nächste Speiche mitten durch. Ich tausche trotzdem auch den Nippel, denn es war ein von 2en, die bei 2 und halb Umdrehungen auf eine tatsächliche zurückspringen. Also nicht ganz kompatibel.

Endlich ist dies die erste Tour, bei der ich in Sachen zentrieren keine Unsicherheit mehr habe. Wichtig ist halt immer das gleiche System anzuwenden! Also Rad umdrehen, so das es nach rechts (fest) auch tatsächlich angezogen wird, statt umgekehrt. Aus gleichem Grund immer OBEN zentrieren!

Nach dem Kacken geht es mir richtig gut, obwohl schon 110 km gefahren. Radio treibt mich die letzten 20 km im Dunkeln. Allerdings etwas melancholich! 15 Minuten Internet sollen 5 Lira kosten. NEIN DANKE KOMMERZ! Vor dem Cafe bekomme ich eine GURKE spendiert. Eine KNOBLAUCHGURKE! Beim Einkauf (keine Haferflocken bei BIM, 9-21 Uhr) muss ich mich den Versuchen der Verkäufer wehren, mir dies oder jenes verkaufen zu können. Solange ich meine Musik anhabe weiß ich genau WAS ich will und will nur mit MEINEN Augen gucken! Erst will die Verkäuferin alles eintüten wie üblich, was ich aus Umweltschutzgründen genauso üblich ablehne, dann der Mann nochmal!

Pidezeit. Klasse Dancefloormucke. Doch die wird abgestellt bei Anblick meiner tänzelnden Bewegungen. Ich sage NO. NO MUSIK - NO PIDE! Da die Musik ausbleibt setze ich das in die Tat um - NO PIDE! Ich MUSS kein Pide essen! Als ich drausen bin stellen die eben noch ausgewiesenen Musikfeinde die Mucke natürlich wieder an... Kapier die Welt! Auch aus einem sterilen ordnungsfanatichen Imbis gehe ich wieder raus. Es gibt NUR Hamburger. NEIN DANKE! Bei der nächsten Pidewerbung dann gibt es kein Pide. Ein Türke reist mit "NO PROBLEM" meine ledierte Bicycles Tasche vom Rad. Aufhängung total zerstört! DON´T TOACH MY BIKE! In solchen Momenten kann ich eines überhaupt nicht gebrauchen: Oberflächlichen Small Talk und No Kapisto-Türken!!! Ich bin so was von sauer auf den Vertreiber der Taschen BOC! Tourabbruch wegen technischem Problem? (mit verschiedenen Reperaturen brachte ich die Taschen sogar noch mit nach Hause dann und wechselte selbige erst im März 09 gegen mitlerweile nach Drohungen doch noch erhaltene Ersatztaschen)

Erst mal Schlafen! (Klovorraum eines geschlossenen Restaurants) 132,16 km waren es. 2 km vor dem Gruppencamp. mir fallen einfach die Augen zu und hier hab ich Strom zum Akuladen! Licht geht nicht - aber ich hab ja eigenes!

24 Stunden Wetterzusammenfassung: Nachts Prassel - Tagsüber Sonne mit bis zu 26 Grad Abends Nebel (/Handschuhe!)- Nachts Vollmond

Zusammen nun ca 20.923 Höhenmeter auf 2170,39 km

Jumat, 21 Maret 2008

Pleiten Pech und Pannen

Freitag 21.03.2008 31. Tag / 25. Tag in Türkei

Dieser Eintrag wurde gesponsert von 19 mayıs mah.muradiye sok.papinet für die Internetzeit und für Teilsponsoring von Getränken von SEVAL Pide Saloni (gegenüber)

Ich bemerke den Verlust meines für den IPOD nötigen Ladekabels. Wohl im Internetkaffee in ABANA (Yakida Cafe) vergessen!?! Dazu ist der IPOD aus mir unbekanntem Grund völlig leer gelaufen! Pravıssimo! Passend dazu zerbricht mein gr. Magisches Auge als mir der Schlüssel aus der Hand gleitet im gefliesten (somit harten) Bad.

Obwohl gestern Abend Internet für den FRÜHEN Morgen Vereinbart ist die dort hin führende Türe abgeschlossen. Folge: Der gestrige Tag konnte nicht online gehen, da natürlich die Zeit fehlt ihn ERST handschriftlich (nun zwangsweise geschehen) UND dann (unnötigerweise) nochmal abzutippender Weise zu erfassen.

Erstmals auf dieser Reise denke ich WOZU LEBE ICH? (Als ich dies hier tippe sieht das schon wieder anders aus!)

Die Gruppe machte es an den letzten beiden Tagen genau umgekehrt wie ich: Lange Dicstanz in den Bergen und kurze wenn es flach war. Meiner Meinung nach hab ich das besser gemacht..

13.20 Ich bin immer noch in Samsun auf der Suche nach einem Kabel für meinen IPOD und dem Mechaniker der den Speeddrive reparieren kann... Beim Speeddrive war es GANZ KLAR nun schon zum 2. mal der Fehler des Mechanikers in Hamburg dem ich mein Vertrauen geschenkt hatte. ICH zumindest hatte extra nachgelesen mit welchem Wert welche Schrauben angezogen werden müssen! ER redet sich raus mit ich würde zu oft schalten...

Als ich einen PC Laden entdecke und mein Rad nebenan abstelle kommt dessen Besitzer (?) 1,5 Minuten bevor ich gehe heraus und meint das es verboten sei dort Räder abzustellen. Ein anderer lädt mich zwar zum Tee ein, meint aber ich solle mein Rad schieben. Wozu hab ich ein Rad? Ich lehne ab. Im SEVAL Pide Saloni kostet ein normnales Pide mal nur 4 Lira und ich kann eine Fanta statt für 1 Lira für 25 cent dazu kaufen. Eine 2. bekomme ich gar geschenkt...

Die Suche nach Mechaniker und Kabel muss ich aufgeben da ich immer wieder wo anders hin geschickt werde, oder Kabel angeblich nur in Istanbul verkauft werden. Als ich eine Western Union Bank sehe will ich nochmal versuchen jemanden zu finden der English oder Deutsch kann. Immerhin wirbt die Bank ja in English. Da nirgens Platz ist für ein Bike lege ich es auf die Strasse. Obwohl abgeschlossen hat es bald jemand in der Hand. Es dauert ewig bis die nächste Nummer kommt. So frage ich die Security. Ohnehin spricht niemensch English. Ich will nur noch weg hier aus dem stehenden Verkehr! Als ich mich in eine Seitenstrasse geflüchtet habe und eine IPOD Werbung sehe schöpfe ich neue Hoffnung und frage doch noch mal jemanden. So lande ich in einem mehrstöckigen Kaufhaus. Das hin + her geschicke beginnt von vorn. Durch die Hektik werden die beiden Studenten Ömer Faruk Eruzun und Doğanay Durmuş auf mich aufmerksam und wir landen zusammen wieder da wo ich meine Suche nach dem Kabel begann.

20 Lira verlangt Mensch! Ebay ab 3,50 mit Versand. Ich bin total sauer! Schon 17 Uhr - Klasse Regen und ich kann nicht fahren!!

Nachdem mir dann gelungen war, das gesuchte Ladekabel zu 5 € zu bekommen noch eine Pizza und Pepsi zu 4 Lira an einer Tanke kurz nach SAMSUNG.

Dann 41,06 km Nachtfahrt. Darin enthalten sind allerdings auch 10 km innerhalb SAMSUNG. Unterwegs Pide für 4 Lira mit Saft. 3,50 wurden auch angenommen dank unserer Tourkurzbeschreibung. Als mir kurz vor 22 Uhr die Augen zu fallen schlafe ich ein paar Stunden in einem Ort dessen Namen NICHT herauszubekommen ist. Genauso wie es NIEMALS im Ausland möglich ist, in Erfahrung zu bringen, zu welcher Uhrzeit ein Bus in eine bestimmte Stadt abfährt.

In einer Tankstelle gegenüber meines Schlafplatzes, der sich unter dem Vordach eines Ladens befand, versuche ich den Namen des Orts, in dem ich mich befinde doch noch herauszubekommen. Dabei verpasse ich den mittlerweile 3. Schlußprassel innert der letzten 15 Stunden. Da Mensch zwar seltsamerweise in der Lage ist SAMSUNG mit lesbaren Druckbuchstaben zu schreiben, nicht aber CARSAMBA, gestaltet es sich wieder schwierig diese Info zu erhalten. 2 km vor CARSAMBA´s Zentrum war ich! Tee gibts dann aber auf Nachfrage gratis! Auch nach einem Bus nach UNYE frage ich. Einmal soll er 3 Lira kosten + Rad 1,50 einmal 8 und Rad wird nicht kapiert. Zeit? Immer gelingt lediglich die momentane Zeit in Erfahrung zu bringen. (Vieleicht liegt´s daran das immer wenn einer voll ist einer abfährt???)

Zusammen nun ca 20.923 Höhenmeter auf 2038,23 km

Kamis, 20 Maret 2008

Donnerstag 20.03. / 30. Tag der 2008er Tour / 24. Tag in der Türkei

Früh losgekommen, aber wieder nach 2,75 km das erste Problem: Wie in der Nacht den Verlust des Speeddrive Schaltknopfes kurz zuvor vorausgeahnt, geht der Artmann Vordergepäckträger aus seiner Halterung in der Gabel. Zum Glück bei der Bergabfahrt. Pünktlich zum losfahren setzte ein 2-3 stündiger Regen ein, der endlich auch in der Lage war, Seen auf meinem Prasseli zu bilden. Da es dazu nun 5 Grad kalt ist, ist dies recht unpraktisch bei der nun anstehenden Reperatur im Regen. Dazu müssen nämlich die Handschuhe ausgezogen werden. Zudem sind die nötigen Kabelbinder ganz unten in der Tasche.. Doch mit meinem Prasseli über der Tasche gelingt es ohne Wasserbad der restlichen Ausrüstung daran zu kommen.

Die Steigungen konzentrieren sich heute auf den ersten Teil (14 km) der Tour. Frühstück in HAUSELLI von 8 Uhr 40 bis 9 Uhr 40 nach diesen 14 km mit 406 Höhenmeter. Grosses Glas Tee für 50 cent und hinterher noch einen kleinen umsonst. Zwischendrin und ab ONDOKUZMAYIZ ist es recht flach so das nur noch jeweils ca 200 Höhenmeter dazu kommen. Zusammen also ca 800 Höhenmeter.

Ich kann nicht verstehen, wiso Türken neugierig nach dem "Wohin?" fragen, dann aber nicht die gereichte Kurzübersetzung lesen. Ich frage einen anderen ein wenig Deutsch sprechenden danach. Vieleicht kann das Gegenüber ja nicht lesen!? Er sagt aber, das er Lesen könne.. Na ja, vieleicht geziemt es sich nicht gegenüber einem Fremden zu sagen, das Mensch eben doch nicht Lesen kann.. Etwa20% der Bevölkerung kann nämlich nicht Lesen oder Schreiben!

Bereits 7 km später wartet die nächste Teeeinladung. Da ich gefragt werde, ob ich Hunger hätte, krieg ich- wahrheitsgemäß "ein wenig" bejahend - einen kleinen Teller Reis mit Zwiebel, Pfeffer, Salz, Joghurt. Beim Einkauf am Mittag gibt es eine Kiwi gratis. Als ich in SAPAK von der Hauptstr. eine Nebenstrasse nehme, werde ich vom deutsch sprechenden ÖMER GÜN (Tel 05363343802) zu 2 Tee eingeladen. Auch Essen bekäm ich wieder, doch so viel Hunger hab ich nicht und meine eigenen Futtersachen sind schon ausgebreitet. Aber eine Suppe ess ich doch. Wenn wir 2010 wiederkommen lädt er uns zu Essen, schlafen, Duschen ein. (Ömar Gün, Yukari Elma Köyü, Samsun Alacam - 5 km nach SAPAK an der Hauptstr nach SAMSU.

In BAFRA Fevzi Cakmak Mah, Samsun Cad no 100 finde ich an der Hauptstr. ein erschwingliches Luxusrestaurant namens YELKEN. Jemand übersetzt mir die Speisekarte und hilft bei der Kommunikation. Für 8 DM erhalte ich Reis mit Bohnen, Huhn mit Käse, Nachtisch und eine Karaffe Ayran aus eigener Produktion. Sowohl mein mit hohem Itellekt ausgesstattete Übersetzer, als auch das Restaurant, geben mir noch einen Tee aus, der seines gleichen sucht!

Ich erfahre, das der Minnibus nach SAMSUN (493.000 Einwohner) ca 4 DM kostet und vom 18 km entfernten ONDOKUZMAYIZ nur die Hälfte, obwohl noch 35 km von SAMSUN entfernt.

Da wir 20 vor 18 Uhr haben und der Mechaniker in SAMSUNG 18 Uhr schließen soll, verzichte ich auf den Bus und fahre 3 Stunden in erneutem guten Regen in die Stadt. Umständlich konnte ich noch in Erfahrung bringen, das wir im Sportstadium Komplex untergebracht sind. Kostenlos und mit Dusche und Internet. Statt mich direkt mit Sigitas türkischem Mobiltelefon telefonieren zu lassen wird unnötiger weise erst 2 x ein Übersetzer zwichen geschaltet. Per Telefonanruf natürlich!

In DEREKOY entdecke ich erstmals einen Lebensmitteldiscounter: 500 g Schokocreme 1,13 €.

20 km vor der Stadt erbettel ich mir einen Euro Discount auf ein mit regulär verlangten 7,3 Lira viel zu teures Cart d Or Eis. Auch mit den von mir nun gezahlten 7 DM noch teuer!

16 km vor der Stadt schließlich vertilge ich es in einem Frisörsalon, da ich dort a) Akus laden kann, b) Licht hab und c) Wärme und Stuhl...

Nach einer weiteren Snackpause erreiche ich nach 129,6 km SAMSUN

2 km vor meinem Ziel sollte das Stadion 2 km weg sein. Daraus werden dann - als ich nach 2 km frage 4 weitere! Ganz so weit war es dann zwar doch nicht, aber TYPICH! Bessser 3 Leute fragen und den Durchschnitt daraus nehmen.. In der nahen Bahnstation soll eine Nachricht sein. Tatsächlich finde ich sie fast auf Anhieb obwohl nur A12 groß! Weiter helfen tut sie mir aber nicht, denn genaue Angaben (km oder wieviele Ampeln in welche Richtung) fehlen! Auf dem erfragten Weg zum Stadion sehe ich einen weiteren überdachten Schlafplatz, den ich wahrgenommen hätte, wenn ich nach Absuchen des Stadiongeländes, nicht doch noch eine Menschenseele gefunden hätte, die mir den Weg zum Stadionhotel weist...

1 Uhr 30 - 5.30 kann ich mit kurzer Krampfunterbrechung schlafen.

Zusammen nun 20.923 Höhenmeter auf 1997,17 km

Rabu, 19 Maret 2008

Poste Restante Teil 1

Mittwoch 19.03.2008 29. Tag / 23. Tag in Türkei

(Bilder gibts leider wegen späterem Kameradiebstahl erst wieder in Peking!!)

Dieser Eintrag wurde gesponsert von YAKAMOZ CAFE GERZE

Mit dem ersten Licht werde ich wach: 5.15. Simon will noch schlafen. Gut das er sagt das mein beginnendes Tippen stört. So kann ich in den Salon umziehen. Die Gruppe wird sich spätestens in China umgewöhnen müssen, denn da plant auch Sigitas aufstehen um 3 Uhr und Siesta in der Mittagshitze!

Regnerisches Wetter heute - doch nur ein paar Tropfen. Bislang ja erst ein voller Regentag (+ 30 Minuten)! Ich zähle da nur Zeiten ununterbrochenen Regens während ich auf dem Rad sitze/drausen bin. Beispiel: Aktive Zeit von 5.30 bis 18.30 und Regen von 5.30 – 17.30 und nochmal Regen an einem anderen Tag für eine Stunde = 1 voller Regentag.

Ich muss zur Post nachsehen ob evt eine Sponsoringsendung angekommen ist. Doch beim Postamt sind wir noch nicht...

Heute komme ich wieder nicht weit bis zum ersten Zwangsstopp: Hinten platt... An einem der Reifenflicken zischt es raus..

Ich musste aber nur kurz schieben um eine nicht strenggläubige Frau fragen zu können ob Sie oben in der Siedlung jemanden kennt, der eine Pumpe hat. Als ich den Schlauch geflickt habe kommt Sie mit Negativnachricht zurück. Üb1erall hatte Sie freilich nicht gefragt. Aber ich muss trotzdem nicht hoch laufen, denn als ich den neuen SCHWALBE SUPREME aufgezogen habe überrascht Sie mich mit einer toll funktionierenden grossen Pumpe! PERFECT! So stell ich mir das vor..... .-)

Mit der Bohle GMBH bin ich allerdings nicht zufrieden: Der auf der EXPO 2000 gesponserte Marathon XR den ich für diese Tour nun haendlich aufgezogen tte überlebte ja so eben 1500 km und nicht die ganze Strecke wie die Schwalbe Werbung verspricht... Ich führe ihn trotzdem weiterhin mit falls ich mehr wie einen weiteren Ersatzmantel benötigen sollte lässt sich aus dem XR eher noch was basteln als aus einem nicht passenden chinesischen Mantel...

Beim Postamt gestaltet es sich als schwierig herauszubekommen ob es eine postlagernde Sendung für mich gibt. Doch der Dienststellenleiter ist SEHR Hilfsbereit und würde Post zu 3 verschiedenen Adressen nachsenden so etwas verspätet ankommt, je nachdem wann...

In einer Motorradwerkstätte krieg ich es dann doch noch hin etwas Vulkanisierungsflüssigkeit gesponsert zu bekommen nachdem es erst hies das es so was hier nicht gäbe..

Als ich schon dabei bin SINOP zu verlassen fällt mir ein das ich vergas Geld zu wechseln. Also nochmal wieder runter... Statt 1,900 beim Goldschmied (Insidertipp!!) zu akzeptieren frage ich nach 1,905 für jeden Euro - letztlich erhalte ich sogar 1,9125!

Bei der Ortausfahrt kann Mensch sich dann Entscheiden ob er die Hauptstr. geradeaus nimmt oder links abzweigt zu den Küstenorten. Beide Strassen vereinigen sich dann später.

Kurz vor GERZE verabschiedet sich dann DOCH der linke Schaltknopf des Speed Drive wieder, obwohl ich zuvor MEHFACH meinen ehemaligen Radhändler des Vertrauens fragte, ob ich Ersatz mitnehmen müsse, was er verneinte... SUPER! 2. Tour mit dem Problem. Zitat meines Radladens - ich schalte zu oft...

Mal wieder Zeit für einen Kassensturz: 6 € im Durchschnitt. Der Franzose brauchte sogar noch weniger!

Eine wegen dem Speeddrive gefragte Mechaniker-Crew bewirkte nur das Gegenteil: Nichts geht mehr! Ja - ja Sie sind keine Radmechaniker. Aber müste das für einen wirklich erfahrenen Mechaniker nicht egal sein? Der müste doch in der Lage sein mit richtigem Handwerkzeug etwas neues zu erschaffen.. Ein Mensch der 50% engliche Sprachkenntnisse hat wird herbeitelefoniert. Ich bekomme eine Adresse im 100 km entfernten SAMSU. Dort könne mir angeblich 100% geholfen werden..

Der 50% englisch sprechende Mensch verhilft mir auch noch zu einer Übersetzung des folgenden Textes:

"Ich schreibe ein Weblog über die Türkei. Niemand bezahlt mich dafür. Könnten Sie mir etwas freie Internetzeit geben? Ich bezahle mit lebenslanger freier Werbung für Ihr Geschäft!"

Gleich 2 km weiter klappt es und im Laufe meiner Internetsession (Weblog, Mails an Bohle, VDA und Schlumpf sowie Panasonic wg Laptop-Sponsoring-Anfrage)gibt´s sogar noch Türkcola und Kekse dazu!

Auf der nächtlichen Weiterfahrt nerct dann auch noch die Rohloff-Schaltung, da ich beim Radeinbau wohl den Schaltkasten nicht fest genug gemacht habe.

Nur wenige Regentrpfen in den letzten 24 Stunden, die in meine Statistik erst gar nicht eingehen, da keine meiner beiden Regenjacken vollständig benetzt werden konnten.

Ich schlafe kurz nach Mitternacht für 5 Stunden in einem 1996 erbauten Unterstand, der zu einem der zahlreichen Brunnen gehört. 58,66 km mit 500 Höhenmeter waren es.

Zusammen also nun ca 20.317 Höhenmeter auf 1.867,57 km

Selasa, 18 Maret 2008

Regen? Mir doch Egal!




Donnerstag 18.03.2008 30. Tag / 24. Tag in Türkei

Erstmals keinen Mezzine gehört seit Reisebeginn! Schlafplatz war in Bushaltestelle.
Zum Frühstück in CATALCEYTIN gibt es ein bischen Rabatt vom Ladeninhaber - ohne danach zu fragen! 2 Tee von einem nahen Lokal + Oliven gesponsert bekommen. Auch meinen Knoblauch erhalte ich endlich! Die Übersetzung war falsch!
Auch hier gibt es keinen, doch die Frau des Ladenbesitzers, die mitlerweile das Regiment übernommen hat. Sie holt eine der begehrten Knollen aus der über dem Laden liegenden Wohnung! Knoblauch wird normal nicht verkauft, da den wohl jede/r im Garten hat!
Pizza kostet 4 Lira und eine kleine die Hälfte - zu Empfehlen! Auch Pide gibt es ein paar Häuser weiter. Und natürlich Suppen!
In TÜRKELI gibts widere Tee zu 2 gekauften Bananen. Ich muß lernen, das Mensch nach dem leeren des Glas dann auch schnell gehen sollte.
Meine 1 kg Schokocreme zu 5 Lira habe ich seit dem 1. Kauf nie mehr wieder gesehen. In einem Fotoladen frage ich wegen Übertragung meiner Bilder von der Kamera auf den IPOD. Die Karte wird zwar von einer anderen Kamera auch gelesen, nicht aber vom MICROSHIT-Arbeitsplatz (Windows Explorer).
Drausen wurde mir unterdessen fast mein IPOD geklaut. Er ist nicht mehr soo zwichen den Gummis befestigt, wie ich es mache!
Da die Frau des Ladenbesitzers falsch übersetzt kommt es zu einem Mißverständnis, das sich aber durch den 2. deutsch sprechenden Türken, klären laesst. Er beobachtete mich bei der Arbeit einen Regenschutz für alle 4 Radtaschen zu erstellen aus gefundenen Teilen eines Schirms.
Snack beim fahren zwichendurch, nachdem ich freundlich, aber bestimmt ein Gespräch auch mal abblockte, nachdem ich vorher das Gefühl hatte, das einige nicht aus Interesse, sondern nur "um zu Fragen" fragen... SO komm ich ja nie nach China!
Es geht von Meereshöhe auf einen 450m Pass hoch.
17 Uhr 47 Joghurtpause nach 62,19 km in 5 Stunden 12 Minuten und 28 Sekunden. Durchschnitt 11,9 - 11 Grad auf 171 m. Weitere Angaben verweigert der MC 1.0. Aber es müsten über 1000 Höhnmeter wieder sein.

Es waren sogar 1095 bis zur eher abendlichen “Mittagspause” denn wenig später geht der MC 1.0 nochmal kurz an!

Am Vortag waren es 1071 HM wie ich an der Gesamthöhenleistung rekonstruieren kann.

Maximale Höhe waren 451 m und es ging maximal 15 % hoch (Durchschnittlich wie in den letzten Tagen 5 %).

Als ich wenig später von, nach dem Überholen abbremsenden Karren genervt, in AYANCIK ankomme, habe ich noch eine ganze Tagesetappe von 62 km vor mir, denn die Gruppe ist seit einem Tag schon in SINOP. Die müssen also die letzten Tage trotz der phantastischen Landschaft bis weit in die Nacht hineingefahren sein... (es wären für die langsamsten der Gruppe insgesamt 45 km in den letzten Tagen im Dunkeln gewesen, wenn diese nicht einen Lift für die letzten 30 km bekommen hätten)

Um aufholen zu können MUSS ich nun also eine Nachtetappe einlegen! Menschen bei einer Autowaschanlage gegenüber winken. So ergreife ich diese Chance ohne Internet direkt von Sigitas in Erfahrung zu bringen, WO der Schlafplatz ist (Hotel ADA 2 km östlich des Zentrums an der Spitze der Landzunge) und DAS ich nach wie vor zur Gruppe gehöre.

Ich bedanke mich für das Telefonsponsoring und erstehe in einer Bäckerei einen Sesamkringel, was sich bald als praktisch erweisen wird...

Der Kringel soll 10 cent kosten. Daraus werden 50 cent und da ich eben 25 cent in der Hand habe krieg ich ihn dafür mit Hilfe unseres Tourkurztextes, obgleich es nur ein Angestellter war...

Das erste Superduper der Nacht dann nach kurzer Distanz: Blinklichter und ein Tempo 30 Schild warnen vor der drohenden Gefahr. In der Nacht freilich erkenne ich die Ursache für diese Schilder die nicht immer für den Radfahrer sooo von Bedeutung sind, nicht: Fette Bodenwellen! Ich fahr genau über den schlechtesten Teil der Prachtstrasse und BATSCH – das Rad springt natürlich und der 1 kg Eimer superklebrig-süsser Kirschmarmelade zu 3,5 Lira knallt ab. Sein Inhalt ergiest sich auf der Strasse und nun ist Löffeln in ein anderes Marmeladenglas, in dem zum Glück schon viel Platz ist, angesagt. Der Sesamkringel nimmt dazu begierig die Süsse Süsse auf, was wiederrum meinen Mund (und die klebrigen Finger...) erfreut... Die nächste Zeit gibt es also Steinhaltige Marmelade zu Brot oder Joghurt...

Zwischen dem 50. und dem 40. km vor SINOP zähle ich freudig 5 Steigungen. Ich rechne damit – noch freudiger – um 7.30 anzukommen und dann gleich weiter fahren zu müssen. Erstmals frage ich mich was ich hier eigentlich mache! Da ich erst 24.09. zurückfliege ist eigentlich keine Hetze angesagt! Höchstens wegen der Visas! Aber da findet sich dann doch meist auch ein Weg... Sicher ist dies aber mit der Gruppe einfacher, denn eine Gruppe hat natürlich mehr Macht wie ein Einzelner! Das hatte auch schon der Franzose bei der Visabeantragung bemerkt...

Ausserdem möchte ich, das andere Gruppenerlebnis auch nicht missen, denn auch die Gruppe wird anderes Erleben als ich als Einzelperson. Daher möchte ich möglichst dann bei der Gruppe sein wenn diese eben Erlebnisse hat, die ich als Einzelfahrer nicht erzielen kann. Aber ich will auch nicht auf Teufel komm raus IMMER mit der Gruppe glucken – was bei Wild Camps für beide Seiten mehr Nachteile wie Vorteile hat! WENN es sich also so ergibt das ich beim eindunkeln woanders bin (über 5 km) wie die Gruppe, so will ich dann lieber wie bisher alein campen. Dann kann ich auch keinen stören und mich stört keiner. Spätestens zum Rasttag (also alle 6 Tage) heist es dann freilich (ggf unter Verzicht auf diesen, wie dieses mal) AUFSCHLIESEN!

Die nächsten Steigungen muss ich nicht mehr zählen: Von hinten nervt eine – meine Warnweste sehende – Karre trötend. Ich fluche schon, was sich aber ändert als diese hält und ich einen Pritschenwagen erkenne. So spare auch ich fast 40 km denn ich werde auf der Ladefläsche mitgenommen. 2 mal werde ich in die Fahrgastkabine eingeladen – aber ich lehne ab. Regen? MIR DOCH EGAL!

Ich werde praktischerweise im Zentrum rausgelassen, denn sonst wäre ich noch in die falsche Richtung gefahren, da es hier praktisch 2 östliche Küsten (wegen Landzunge) gibt! SIMON! Ja ich treffe tatsächlich den Polen ohne Gangschaltung. Dachte schon die Gruppe sei auch heute erst angekommen wo ich ihn sehe. EIS! Da ich dachte Simon weiss wo das Hotel ist – denke ich SCHADE, kann nicht anhalten... Doch SIMON fährt langsam. Plötzlich ist er weg, nachdem ich überholt habe. Ich dreh um. Er trinkt Zimttee! Also doch ein Eis! 2 Lira – Neee nicht 4 Mark für nen Eis! Ah! 1 Lira geht auch... (immer wieder stelle ich fest das Kugeleis bei uns gar nicht sooo teuer ist...)

Nach ca 82 km (Rad-PC ist mal wieder umgesprungen auf Meilen...) erreiche ich die Schlafstaette – ein heruntergekommenes Jugendstil Luxushotel. Sigitas konnte wohl einen guten Preis aushandeln (10 Lira für Zelt, 12 Lira Zimmer!) für Zimmer ohne Bettwäsche (wir haben ja unsere Schlafsäcke!)... Peter bricht die Tour ab – erkältet und zu anstrengend... Niole und Simon hingegen haben einen starken Willen! Und genau das braucht es für solche Touren: MUT, WILLENSKRAFT und SELBSTVERTRAUEN. Mit diesen 3 Vorraussetzungen KANN es nur noch an Bürokratie scheitern so weit zu fahren wie es Asphalt gibt – und noch weiter...

19.817 Höhenmeter müssten es nun bisher insgesamt sein